Vechigen

Vechigen informiert über gemeinschaftlichen Solarstrom

Gemeinde Vechigen
Gemeinde Vechigen

Bantiger,

Rund 90 Personen in Vechigen erhielten Einblick in ZEV, vZEV und LEG. Die Modelle zeigen, wie Solarstrom gemeinsam genutzt wird und die Energiewende stärkt.

Solarenergie
Eine Solaranlage auf einem Dach. (Symbolbild) - keystone

Wie die Gemeinde Vechigen berichtet, fanden sich rund 90 Personen am Mittwochabend, 20. Mai 2026, im Saalprovisorium ein, um zu erfahren, wie die Gemeinde Solarstrom gemeinsam nutzen kann.

Solarstrom ist sauber, sicher, kostengünstig und hat das Potential, partizipativ Strom zu erzeugen. Er spielt eine zentrale Rolle, um das Schweizer Klimaziel Netto-Null bis 2050 kosteneffizient zu erreichen.

Doch was bedeuten eigentlich die Abkürzungen ZEV, vZEV und LEG? Reto Herwig von der Energieberatung Bern-Mittelland erklärte sie den Besucherinnen und Besucher. Sie stehen für unterschiedliche Möglichkeiten, den Solarstrom gemeinsam zu nutzen, bevor er ins öffentliche Netz eingespeist wird.

ZEV, vZEV und LEG im Überblick

ZEV steht für den Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Der Solarstrom kann direkt zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus verbraucht werden. Voraussetzung ist ein und dieselbe Anschlussleitung.

Beim virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) wird der Perimeter erweitert. Der Strom wird mithilfe von Smart-Metern virtuell zugeteilt. Auch ohne physische Verbindung kann jeder Teilnehmende Strom aus der gemeinsamen Anlage beziehen. Sowohl bei ZEV wie auch bei vZEV entfallen die Netznutzungsabgaben.

Die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) ermöglicht es, Solarstrom über die nächst höhere Trafostationen (Netzebene 5) und Standorte innerhalb der Gemeinde hinweg zu verteilen, solange der gleiche Energieversorger beteiligt ist.

Ein konkretes Beispiel für ein LEG-Projekt der Firma Optimasolar wurde bei der Terrassensiedlung am unteren Rainweg in Utzigen umgesetzt. Markus Streit von der Gerber Energietechnik erklärte, dass LEG vor allem für grössere Verbraucher wirtschaftlich sinnvoll sei.

vZEV-Projekt am Chläbiweg

Ueli Kramer, Mitglied der Bau- und Umweltkommission präsentierte anschaulich sein vZEV Projekt am Chläbiweg. Über das BKW-Portal prüfte er zunächst, wer sich dem Projekt anschliessen kann.

Danach holte er mehrere Nachbaren ins Boot – einige mit eigener PV-Anlage, andere ohne. «Es braucht Zeit, Kommunikation und Interesse, den eigenen Stromverbrauch zu optimieren», sagt Ueli Kramer.

Die technische Umsetzung ist lösbar. Eine Software berechnet die Kosten für jeden einzelnen Teilnehmenden.

Im Zentrum steht jedoch nicht nur das Sparen von Geld, sondern das gemeinsame Engagement, um die Energiewende voranzubringen. Die Veranstaltung war eine Einladung an die Bevölkerung zum Mitmachen.

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