Die Kunstplattform Akku in Emmenbrücke widmet ihre erste Ausstellung unter der neuen Geschäftsführerin Florence Anliker Benno K. Zehnder. Die Werke des früheren Direktors der Schule für Gestaltung Luzern zeichnen sich durch Farben und Emotionen aus.
emmenbrücke
Eine Aussenansicht des Kunsthaus Akku. - Keystone

Zehnder ist 80 Jahre alt, wohnt in Gelfingen LU und arbeitet noch heute täglich in seinem Atelier. An jedem Arbeitstag schafft er ein sogenanntes «Tagesbild». Es sind Acrylmalereien, die den Charakter einer bildlichen Notiz haben können, sie können aber auch das Produkt einer intensiveren Malerei sein.

Die Ausstellung «BildLust» zeigt eine grössere Auswahl solcher Tagesbilder, zudem Bilder auf Leinwand, ein Kabinett mit Aquarellen und auf Monitoren gezeigte digitale Zeichnungen.

Abgerundet wird die Ausstellung mit Kunst am Bau. Zehnder ist nämlich nicht nur Maler, sondern auch «Farbarchitekt». Er gestaltete verschiedene Gebäude, so die Sonderschule in Schüpfheim LU, das Spital Schwyz oder die Kirche in Oberentfelden AG.

Er behandle die Farbe wie die Architektur, schreibt Zehnder auf seiner Homepage. Die Farbe werde in die Architektur integriert und zeige, wie die Architektur, vom Licht berührt, sich verändere. Genährt werde seine Farbarchitektur durch seine Arbeit an den Bildern.

Zehnder schafft zwar auch schwarz-weisse Bilder. Malt er aber farbig, braucht er reine Farben und mischt diese nicht mit Schwarz. Akku präsentiert Zehnders Werke denn auch als Gegenmittel zur Pandemie: Sie zeigten Emotionen, Leidenschaft und Neugier, teilte die Kunstplattform zur Eröffnung mit.

Die Ausstellung ist bis am 20. März zu sehen. Die 2008 gegründete Kunstplattform Akku hat sich auf 2022 personell stark erneuert. Vermehrt sollen neben Kunstausstellungen auch Konzerte, Performances und Lesungen durchgeführt werden. Verantwortlich für das Haus ist neu Florence Anliker. Sie hat Karl Bühlmann abgelöst, der Akku nach der Gründung aufgebaut und geführt hat.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

ArchitekturAnlikerKunst