Wyler gegen Spiez: Zweimal zwei verlorene Punkte

Der FC Wyler zeigt in der 2. Liga regional gegen den Aufsteiger Spiez ein gutes Spiel. Doch am Ende trennen sich die beiden Teams 1:1.

Eine der unzähligen Chancen für Wyler: Kastrati verfehlt knapp mit einem spektakulären Fallrückzieher.
Eine der unzähligen Chancen für Wyler: Kastrati verfehlt knapp mit einem spektakulären Fallrückzieher. - Daniel Zaugg

Der Start hat es in sich: Wyler-Verteidiger Silas Hänni legt seinen Gegenspieler im Strafraum nach einem gefährlichen Konter und Spiez erhält früh einen Elfmeter. Christian Hebeisen tritt an: Mit rechts knallt er den Ball in den Winkel. Hoch souverän verwandelt er zur Spiezer Führung.

Danach drückt Wyler aber vehement. Spiez hat vor allem mit den Tempovorstössen des Heimteams Mühe. Zwischen der 14. und 19. Minute hat Wyler vier Abschlüsse, besonders Silas Hännis Kopfball nach Ecke in der 14. Minute ist eine Grosschance.

Der Ausgleich wäre längst verdient. Spiez erarbeitet sich danach mehr Spielkontrolle und geht mit dem 0:1 in die Pause. Wyler muss sich offensiv verbessern und Kapitän Rui da Silva besser einbinden.

Eine vergebene Chance nach der anderen

Mit drei frischen Kräften will Wyler nach der Pause das Comeback schaffen. Erstmal hat man aber Glück, dass Spiez-Kapitän Dominik von Känel allein vor dem Tor nur den Pfosten trifft. Danach findet Wyler auch mit den Einwechselspielern wieder besser ins Spiel.

Trotzdem gelingt lange kein Tor. Die Joker Nanthakumaran und Jovanovic wie auch Kapitän Rui da Silva (gleich dreimal) scheitern aus besten Positionen. Das Tor scheint wie verflucht.

Spiez wittert seine Chance auf die Entscheidung und trifft in der 88. Minute beinahe, nachdem Wyler-Schlussmann Luis Huber zu weit rausstürmt und nur knapp vor Angreifer Stefan Bühler retten kann. Das Heimteam darf also noch hoffen.

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Wieder ist es Joker Nanthakumaran, der den Ball nach vorne treibt und in die Mitte passt. Der Ball rollt allerdings auf Spiezer Verteidiger Mathias Kleinheinz zu, und der probiert den Ball zu klären.

Dabei trifft er ihn aber miserabel, und der Ball kullert tatsächlich zum 1:1 ins eigene Tor. Aus etwa 16 Metern trifft der Verteidiger per Slapstick-Eigentor. Spiez serviert Wyler in der Nachspielzeit per Eigentor den Ausgleich und leistet Hilfe, denn aus den eigenen 21 Schüssen erzielte Wyler kein einziges Tor.

MATCH-TELEGRAMM

Wyler: Huber – Gassmann, Hänni, Dinic, Otranto (46. Srikaran) – Parlangeli (86. Samurovic), Gilgen – Ajebon (74. Bilic), Yohannes (46. Nanthakumaran), da Silva – Kastrati (46. Jovanovic)

Spiez: Zürcher – Kleinheinz, Wittwer, Lory – Spielmann (52. Bühler), von Bergen (68. F. Ueltschi), Hebeisen, J. Ueltschi– Colic (88. Nussbaum) – Von Känel (52. Wehrli), Baumann (68. Rolli)

Tore: 0:1 Hebeisen (10., Foulelfmeter), 1:1 Kleinheinz (90+3., Eigentor) Gelb-Rote Karte: Baumann (90+4, war schon ausgewechselt)

Statistiken

Schüsse: 21:11

Schüsse auf’s Tor: 6:4

Es bleibt dabei, dass nur der FC Spiez diesen Nachmittag das Tor trifft. Treffen sie noch einmal? Spiez’ Stefan Bühler taucht komplett frei vor dem Gehäuse auf, doch der überhastete Abschluss landet in den Armen von FCW-Keeper Luis Huber, der den Punkt festhält.

Keiner ist glücklich

Beide Teams sind nicht zufrieden mit dem Unentschieden. «Am Ende ist es bitter, gerade mit der Topchance so kurz vor Schluss», meint Spiez-Verteidiger Michael Wittwer.

Da Silva (7, Wyler) überläuft Kleinheinz (Spiez).
Da Silva (7, Wyler) überläuft Kleinheinz (Spiez). - Daniel Zaugg

Die Laune beim Gegner ist nicht besser: «Wir haben ganz klar zwei Punkte verloren», sagt Wyler-Kapitän Rui da Silva nach dem Spiel. Und das trotz eines Last-Minute-Ausgleichs.

Die Zahlen bestätigen seine Aussagen: 21:11 Abschlüsse und ein Spiel, bei dem man oft dominant war. Unzufrieden ist er mit dem Saisonstart aber nicht. «Wir sind oben dabei, das war in den vergangenen Saisons oft nicht so», merkt er an.

Liga
Tabelle der 2. Liga regional – Gruppe 1. - BärnerBär

Mit dem soliden Start ist nun die Basis gelegt für eine gute Saison. Man wolle oben mitspielen, sagt da Silva, «und für mich bedeutet das, den ersten Platz zu erreichen». Da muss lediglich die Effizienz gesteigert werden (auch beim sonst so effizienten da Silva).

Beim Gegner aus Spiez ist das Ziel auch nicht tief gesteckt. Der Aufsteiger will nach einem «ordentlichen» Saisonstart ins obere Mittelfeld der Tabelle kommen.

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