Jahresrechnung 2025 präsentiert erfreulichen Ertragsüberschuss
Die Jahresrechnung der Gemeinde Matten schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 2 Millionen Franken ab. Auch Budgetdisziplin trug zum guten Ergebnis bei.

Wie die Gemeinde Matten mitteilt, schliesst die Jahresrechnung 2025 im Gesamthaushalt mit einem Ertragsüberschuss von 1’833’344,12 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 420’650 Franken.
Die Besserstellung gegenüber dem Budget beträgt 2’253’994,12 Franken.
Sehr positives Resultat im Allgemeinen Haushalt
Der Allgemeine Haushalt (Steuerhaushalt) zeigt ein sehr positives Resultat. Der Ertragsüberschuss beträgt 1’856’757,65 Franken, und es konntem 209’147,85 Franken in die Spezialfinanzierung Vorfinanzierung von Investitionen in die Schulliegenschaften und in die Gemeindeverwaltung eingelegt werden.
Zudem konnte in die Spezialfinanzierung Liegenschaften Finanzvermögen Werterhalt eine Einlage von 300’000 Franken gebucht werden.
Per 2028 werden Abwassergrundgebühren nicht mehr verrechnet
Die Spezialfinanzierung Abfall schliesst mit einem Aufwandüberschuss in der Höhe von 23’413,53 Franken ab und das Eigenkapital dieser Spezialfinanzierung beträgt per Ende 2025 500’707,68 Franken. Durch die seit Jahren tiefen Gebühren soll das Eigenkapital im Abfall weiter gesenkt werden.
Die Abwasserentsorgung ist per 1. Januar 2023 an die Abwasser Region Interlaken übertragen worden und in der Spezialfinanzierung Abwasserentsorgung fallen nur noch letzte Verrechnungen an.
Der Buchgewinn aus der Übertragung und das Guthaben aus den Gebühren von zusammen über 13 Millionen Franken werden den Einwohnern von Matten über die Abwassergrundgebühren wieder zurückerstattet.
Aus gesetzlichen Gründen können die Gebühren der Jahre 2026 und 2027 nicht übernommen werden und erst ab dem Jahre 2028 werden die Gebühren nicht mehr verrechnet.
Einlage von 300'000 Franken in Spezialfinanzierung Liegenschaften
Der Gemeinderat hat eine Einlage in die Spezialfinanzierung Liegenschaften Finanzvermögen Werterhalt von 300’000 Franken gemäss Reglement beschlossen, damit die Reserve für anstehende Investitionen in die Liegenschaften weiter geäufnet werden kann.
Der Bestand per Ende 2025 beträgt 1’084’169,92 Franken.
Spezialfinanzierung für Schulhaus-Neubau erhöht
Die Planung für den Neubau des Schulhauses mit Doppelkindergarten und Tagesschule läuft. Die Abstimmung über den Verpflichtungskredit erfolgt im Juni.
Um die Finanzierung dieses grossen Projektes sicherzustellen, ist eine Spezialfinanzierung Vorfinanzierung von Investitionen in die Schulliegenschaften und in die Gemeindeverwaltung gemacht worden.
Dank des erfreulichen Rechnungsabschlusses kann eine Einlage von 209’147,85 Franken getätigt werden. Der Bestand dieser Spezialfinanzierung erhöht sich somit auf 4’966’852,48 Franken. Es können die Abschreibungen für Investitionen daraus gedeckt werden.
Aktuell werden die Abschreibungen für die Sanierung der Turnhalle Moos, die Reparaturen der Dächer Schulhaus und Turnhalle Chabismoos und der Ersatz der Schulküche durch diese Spezialfinanzierung gedeckt.
Steuereinnahmen deutlich besser als budgetiert
Hauptgründe für die Besserstellung im Allgemeinen Haushalt sind die Steuereinnahmen, welche deutlich besser als budgetiert ausgefallen sind.
Mehreinnahmen sind bei den Einkommenssteuern der natürlichen Personen, den Quellensteuern, den Grundstückgewinnsteuern, den Sonderveranlagungen und der Schenkungssteuer erzielt worden, wobei der Anteil aus früheren Steuerjahren sehrnhoch ist.
Die Bruttoinvestitionen betrugen 1’443’179,05 Franken und sind tiefer als budgetiert. Die Sanierung des Daches der Turnhalle Chabismoos, der Ersatz der Schulküche und der Investitionsbeitrag an die Eissportzentrum Jungfrau AG sind die grössten Posten.
Als Investitionseinnahmen konnte die Rate der Abwasser Region Interlaken für das Darlehen verbucht werden.
Budgetdisziplin trägt zum guten Rechnungsergebnis bei
Die Verschuldung wurde weiter gesenkt und der Bruttoverschuldungsanteil beträgt 48,83 Prozent.
Die Nettoschuld in Franken pro Einwohner ist seit dem Jahre 2016 deutlich gesunken und per Ende 2025 wird ein Nettovermögen von 1218,80 Franken ausgewiesen. Als hohe Verschuldung gilt ein Wert ab 2000 Franken Nettoverschuldung pro Einwohner.
Weiter ist die Budgetdisziplin aller beteiligten Kontoverantwortlichen ein Grund für das gute Rechnungsergebnis. Dank Kostenbewusstsein sind zahlreiche Budgetkredite nicht vollständig ausgeschöpft worden.
Der Gemeindeversammlung wird die Genehmigung der Jahresrechnung 2025 mit einem Ertragsüberschuss im Gesamthaushalt von 1’833’344,12 Franken und die Genehmigung der Nachkredite für Honorare externe Berater und für die Lehrmittel der Schule im Gesamtbetrag von 30’400 Franken beantragt.
Verschuldung gesenkt, Reserven erhöht
Der Gemeinderat zeigt sich insgesamt über das Rechnungsergebnis 2025 höchst erfreut.
So konnte die Verschuldung weiter gesenkt und die notwendige Reserve für die zukünftigen Investitionen erhöht werden.
Andererseits stehen noch hängige Projekte und Beiträge an diverse Institutionen im Raum, welche die zukünftigen Jahresrechnungen allenfalls negativ beeinflussen können.






