Die Gemeinde Bubikon ZH informiert die Bevölkerung über das richtige Verhalten bei Evakuation und Stromausfall. Ist der Ukraine-Krieg der Auslöser dafür?
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Gemeindehaus Bubikon (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof

Das Wichtigste in Kürze

  • Anwohner der Gemeinde Bubikon ZH fanden zuletzt Notfall-Flyer in ihren Briefkästen.
  • Diese informieren darüber, wie im Ereignisfall zu reagieren ist.
  • Ist der Ukraine-Krieg der Grund, weshalb die Zettel gerade jetzt verschickt werden?

In Bubikon ZH flatterten zuletzt von der Gemeinde verschickte Notfall-Flyer in die Briefkästen. «Ereignisse, die den Alltag unserer Gesellschaft auf den Kopf stellen, sind auch bei uns möglich. Auch wenn wir uns hier sicher fühlen», ist darauf zu lesen. Deshalb sei es wichtig, «gut vorbereitet zu sein».

Auf dem Flyer wird erklärt, wie im Ereignisfall zu reagieren ist. Es finden sich Angaben zu den Notfalltreffpunkten sowie Ausführungen zu einer etwaigen Evakuation und dem richtigen Verhalten bei einem Stromausfall.

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Bewohner der Gemeinde Bubikon ZH fanden kürzlich Notfall-Flyer in ihren Briefkästen.
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Es wird erklärt, wie eine Evakuation abläuft und wie man sich bei einem Stromausfall verhalten soll.

Der Zeitpunkt, zu dem der Notfall-Zettel verschickt wurde, wirft jedoch Fragen auf. Denn auch hierzulande sorgen sich einige aufgrund der Ereignisse in der Ukraine, wie etwa des Beschusses eines Atomkraftwerks. Dies zeigt etwa die gestiegene Nachfrage nach Jodtabletten in der Schweiz.

Ist die Vorbereitung der Bevölkerung auf eine Evakuation jetzt eine direkte Reaktion der Gemeinde Bubikon auf den Ukraine-Krieg?

Nein, sagt René Baumann, Leiter Gesellschaft bei der Gemeinde, auf Anfrage von Nau.ch. Er erklärt: «Der Versandzeitpunkt wurde nicht aufgrund des Krieges so gewählt.»

Anwohner fragen nach Schutzraum und Jodtabletten

Die Inbetriebnahme der Notfalltreffpunkte sei in der Gemeinde am 2. Februar dieses Jahres mit dem Probe-Sirenenalarm erfolgreich getestet worden. «Der Versand des Flyers fand deshalb nachgeordnet statt», so Baumann. Einige Gemeinden hätten die Flyer schneller zugestellt – andere würden erst noch folgen.

Es habe seit der Versendung der Zettel noch keine Anfragen aus der Bevölkerung gegeben. In den Wochen nach Kriegsausbruch hätten sich allerdings einige bezüglich Schutzraum und Jodtabletten bei der Gemeinde informiert.

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