Wie die Gemeinde Bubikon mitteilt, sind sich alle Gemeindepräsidenten einig, dass der Zweckverband Ehemaliges Spital Rüti aufgelöst werden soll.
Rutschbergstrasse Bubikon (ZH).
Rutschbergstrasse Bubikon (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof
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«Das ist ein fairer Deal für alle Gemeinden!» Die Gemeindepräsidenten bekräftigen ihre Haltung zum Thema «Auflösung Zweckverband und Verkauf des ehemaligen Spitals Rüti».

Damit reagieren die fünf Gemeinden auf vereinzelte Kritik vor allem in Bubikon und Hombrechtikon. Es ist das erste Mal, dass sich auch die drei Neugewählten zu diesem Thema äussern, die seit dem Jahr 2022 das Amt des Gemeindepräsidiums in ihrer Gemeinde angetreten haben.

Der Vorschlag ist marktgerecht und angemessen

Die Gemeindepräsidenten finden den Vorschlag angemessen, über den ihre Stimmberechtigten in Bubikon, Dürnten, Hinwil, Hombrechtikon und Rüti am 25. September 2022 an der Urne abstimmen: «Er berücksichtigt die Risiken, die mit der Weiterentwicklung der Liegenschaften verbunden sind.»

Zudem erhält die Standortgemeinde Rüti, die das Spitalareal den anderen Gemeinden abkaufen will, den Handlungsspielraum, den sie brauche. Und, so sind die Präsidenten der beteiligten Gemeinden überzeugt: «Die Gemeinden, die aus dem Zweckverband austreten, werden marktgerecht entschädigt.»

Kritiker blenden erhebliche Kostenrisiken aus

Die Kritik an der Abstimmungsvorlage ist ungerechtfertigt, so die Gemeindepräsidien in ihrer gemeinsamen Stellungnahme. Nebst Chancen für die Entwicklung des ehemaligen Spitalareals gibt es nämlich vor allem auch erhebliche Kosten und Risiken. Wenn der Zweckverband nicht aufgelöst werden könne, besteht die grosse Gefahr, dass dies die Gemeindehaushalte aller Verbandsgemeinden mittelfristig stark belasten könnte.

Und, so die Gemeindepräsidenten: «Es ist keinesfalls sicher, dass der Zweckverband irgendwann einmal höhere Erträge abwirft». Die Gemeindepräsidenten möchten den Verkaufserlös des Spitals für Projekte in den eigenen Gemeinden einsetzen können: «Bleibt der Zweckverband bestehen, dann ist das entsprechende Kapital der anderen Gemeinden in Rüti gebunden – und es kann nicht zur eigenen Entwicklung eingesetzt werden.»

Breite Zustimmung wegen der vorteilhaften Lösung für alle

Die Schätzung der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist fachlich korrekt und bewertet den aktuellen Marktwert. Die Gemeindepräsidien aller betroffenen Gemeinden sind daher überzeugt, dass die gewählte Lösung für alle Involvierten vorteilhaft ist.

Rüti kann das Areal in seiner Gemeinde eigenständig entwickeln, übernimmt im Gegenzug alle Risiken und entschädigt die austretenden Gemeinden marktgerecht und fair. Aus diesem Grund haben auch alle Exekutivorgane und die Mehrheit der Rechnungsprüfungskommissionen diesem Vorgehen zugestimmt.

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