Das traditionelle Silvesterchlausen zum Jahreswechsel muss in Appenzell Ausserrhoden wegen der Corona-Pandemie ohne Publikum stattfinden. Zu den Massnahmen gehört zudem eine spezielle Teststation nur für Silvesterchläuse.
Silvesterchläuse unterwegs im Zentrum von Herisau. Eine Ausstellung im Alten Zeughaus stimmt auf den Brauch ein.
Silvesterchläuse unterwegs im Zentrum von Herisau. Eine Ausstellung im Alten Zeughaus stimmt auf den Brauch ein. - sda - Gemeinde Herisau

Im vergangenen Jahr musste auf die Tradition weitgehend verzichtet werden. Noch im November sah es dann aber so aus, als könnten die Schuppel am Neuen und Alten Silvester - am 30. Dezember und am 12. Januar - ohne grössere Einschränkungen unterwegs sein. Angekündigt wurde damals allerdings eine spezielle Teststation nur für Silvesterchläuse in Urnäsch. Zudem müsse das Publikum die Distanzregeln einhalten.

Nun hat sich die Situation mit den neuen Einschränkungen wieder geändert. Am Mittwoch gab der Regierungsrat bekannt, dass das Silvsterchlausen zwar stattfinden könne. Das auswärtige Publikum und die Touristinnen und Touristen müssten aber ganz fernbleiben. Dies werde punktuell vor Ort kontrolliert.

Nur wenn sich die Schuppel an die geltenden Regeln hielten und die üblicherweise zahlreichen Gäste ausblieben, könne das Brauchtum ohne Folgen gelebt werden, heisst es in der Mitteilung.

Der Brauch des Silvesterchlausens in Ausserrhoden ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Unzählige Gäste besuchen jeweils den Neuen und den Alten Silvester. Zahlreiche Schuppel (kleine Gruppen) sind mit Schellen, Rollen und kunstvoll verzierten Kopfbedeckungen unterwegs.

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