Die Revision der Nutzungsplanung schreitet voran. Der Gemeinderat integriert auch die Gebiete Braunwald, Weissenberge und Schlattberg in die Vorlage.
Braunwald
Ein Blick auf Braunwald GR. - zVg

Die öffentliche Mitwirkung zu den Zonenplänen für diese drei Gebiete sowie zu den wenigen Änderungen in weiteren Teilgebieten in Glarus Süd erfolgt vom 29. April bis 28. Mai 2021.

Bei der ersten öffentlichen Mitwirkung im vergangenen Sommer lagen das Baureglement und die Zonenpläne der einzelnen Ortschaften ohne Braunwald und die Ferienhausgebiete Weissenberge und Schlattberg auf.

Nun ist die Nutzungsplanung für die Gebiete Braunwald, Weissenberge und Schlattberg bereit für die öffentliche Mitwirkung. Die Zeit wurde genutzt, um offene Punkte für diese Gebiete sorgfältig klären zu können.

«Wir haben inzwischen die betroffenen Eigentümer mit einer Umfrage aktiv in den Prozess eingebunden», erklärt Gemeindepräsident Mathias Vögeli.

Integration Braunwald, Weissenberge und Schlattberg

Der Gemeinderat entschied, diese drei Gebiete wieder in die Totalrevision der Nutzungsplanung zu integrieren, weil die Umfrageergebnisse zu den Bauabsichten keine neuen Erkenntnisse hervorbrachten. «Unser Ziel ist es, die Nutzungsplanung für alle Dörfer und Siedlungen gleichzeitig in Kraft zu setzen», erklärt Mathias Vögeli.

Noch ist es nicht so weit: Nach der Mitwirkung zum Zonenplan Braunwald und zu den Ferienhausgebieten Weissenberge und Schlattberg vom 29. April bis 28. Mai 2021 wird die gesamte Nutzungsplanung Glarus Süd öffentlich aufgelegt.

Anschliessend können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Ende des Entscheidungsprozesses an einer einzigen Gemeindeversammlung über die bauliche Entwicklung aller Dörfer in Glarus Süd abstimmen.

Sorgfältige Vorbereitung

Das nationale Raumplanungsgesetz (RPG) sowie der kantonale Richtplan bilden bei der kommunalen Nutzungsplanung den massgebenden Rahmen, gleichwohl ist die Mitwirkung der Bevölkerung wichtig.

Zur neuen Nutzungsplanung können sich die Bevölkerung und die direkt betroffene Eigentümerschaft in verschiedenen Phasen einbringen. Für die künftige Entwicklung von Glarus Süd ist die Nutzungsplanung sowohl für Bauherren als auch Behörden gleichermassen zentral, weil sie Planungs- und Rechtssicherheit bringt.

Spielraum für jedes Dorf

Die Nutzungsplanung besteht aus dem einheitlichen Baureglement und den Zonenplänen für die einzelnen Dörfer. Gemeinderat Fridolin Luchsinger betont: «Trotz einer Vereinheitlichung der gesetzlichen Grundlagen erhält jedes Dorf seinen Spielraum für die räumliche Entwicklung.

Die Nutzungsplanung gibt den Menschen die Perspektive, ihren Lebens-, Arbeits- und Freizeitraum in Glarus Süd zukunftsgerecht mitzugestalten.» Aktuell sind die alten Nutzungsplanungen der ehemaligen Gemeinden noch rechtskräftig, obwohl sie weder dem nationalen Raumplanungsgesetz (RPG) noch dem kantonalen Richtplan entsprechen.

Unabhängig davon sind in einzelnen Gebieten auch konkrete Standortfragen zu klären, wie zum Beispiel für das Musikhotel Braunwald.

Weiteres Vorgehen in zwei Paketen

Weiterhin separat behandelt Glarus Süd die Frage der Gewässerräume und Biotope. Mathias Vögeli zum aktuellen Stand: «In der Projektgruppe arbeiten derzeit Bauern und Umweltverbände Hand in Hand mit Vertretern des Kantons und den Verantwortlichen der Gemeinde.»

Mit diesem Vorgehen setzt der Gemeinderat auf Pragmatismus und bekräftigt seinen Willen, die Nutzungsplanung vorwärts zu bringen, und damit Planungs- und Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

Damit soll die räumlich-gesellschaftliche Entwicklung der Gemeinde Glarus gewährleistet bleiben.

Öffentliche Mitwirkung Nutzungsplanung Glarus Süd

Gebiete Braunwald, Weissenberge, Schlattberg

Donnerstag, 29. April bis Freitag, 28. Mai 2021

Einsichtnahme vor Ort

Auflage im Gemeindehaus, Nebengebäude, Bahnhofstrasse 7, Schwanden

auf Voranmeldung: Telefon 058 611 96 11

Büro-Zeiten: Mo-Do 8 bis 11.45 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr / Fr 8 bis 11.45 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr

Einsichtnahme online

Website: www.glarus-sued.ch (Nutzungplanung)

Zusätzlich sind die Pläne auf dem kantonalen Geoportal www.geo.gl.ch einsehbar. Für Eingaben steht ein Formular bereit.

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