Glarus Süd GL: Entwicklungsprojekt für die Horte startet im November
In Glarus Süd GL beginnt im November 2026 ein rund einjähriges Entwicklungsprojekt für die Tagesstrukturen. Eine Evaluation lieferte dafür die Grundlage.

Die Gemeinde Glarus Süd hat ihre familien- und schulergänzenden Betreuungsangebote einer umfassenden Standortbestimmung unterzogen. Nach Jahren des Auf- und Ausbaus sollen die gewachsenen Strukturen nun gezielt gefestigt und weiterentwickelt werden. Dazu startet im November 2026 ein rund einjähriges Entwicklungsprojekt.
Das bestehende Betreuungsangebot bildet die Grundlage für die weitere qualitative und organisatorische Entwicklung.
Die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung hat in den vergangenen Jahren auch in Glarus Süd an Bedeutung gewonnen. Sie unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, trägt zur Integration und zu guten Bildungschancen für Kinder bei und ist zugleich ein wichtiger Faktor für die Attraktivität der Gemeinde als Wohn- und Arbeitsort.
Die Gemeinde Glarus Süd führt die Horte in Schwanden, Mitlödi und Linthal sowie die Chinderburg Schwanden. Ergänzt wird das Betreuungsangebot durch das Sunnähöräli Chliital in Engi, das als Verein organisiert und von der Gemeinde Glarus Süd finanziell unterstützt wird.
Evaluation als Grundlage für die Weiterentwicklung
Aufgrund des starken Wachstums der Angebote gab das Departement Schule und Familie Ende 2025 eine umfassende Evaluation der Tagesstrukturen in Auftrag. Dr. Daniel Eggenberger von Päda.logics! führte die Evaluation zwischen Dezember 2025 und Juni 2026 durch. Auch der Verein Sunnähöräli Chliital wurde einbezogen. Der Schlussbericht liegt seit Juni 2026 vor.
Die Evaluation zeigt, dass in den vergangenen Jahren viel Aufbau- und Ausbauarbeit geleistet wurde. Mit dem Wachstum der Angebote sind gleichzeitig Strukturen entstanden, die nun gefestigt und in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt werden sollen. Der Bericht enthält konkrete Empfehlungen und Massnahmen für die künftige Ausgestaltung der Tagesstrukturen.
Im Zentrum steht nicht ein Abbau der Betreuungsangebote, sondern deren qualitative und organisatorische Weiterentwicklung. Ziel ist es, die bestehenden Angebote nachhaltig aufzustellen und gute Rahmenbedingungen für Kinder, Familien und Mitarbeitende zu schaffen. Die Bedürfnisse der Kinder stehen dabei im Mittelpunkt.
Entwicklungsprojekt startet im November
Die Empfehlungen aus der Evaluation werden ab November 2026 in einem rund einjährigen Entwicklungsprojekt bearbeitet. Zu den Schwerpunkten gehören die Überarbeitung der pädagogischen Konzepte und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Betreuungszeiten. Zudem werden die Sicherheitsstandards sowie die Gestaltung und Ausstattung der Räume überprüft.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt beim Personal: Gezielte Weiterbildungen sollen die fachlichen Kompetenzen stärken. Auch die Verstärkung der Teams mit qualifizierten Fachpersonen und die bedarfsgerechte Anpassung des Betreuungsschlüssels werden im Projekt bearbeitet.
In der Projektgruppe sind die Leitungen der gemeindeeigenen Tagesstrukturen vertreten. Auch der Verein Sunnähöräli Chliital wird in den weiteren Prozess partiell einbezogen. So fliessen die Erfahrungen der verschiedenen Standorte und Angebote in die Weiterentwicklung ein.
Über konkrete Anpassungen und die Ergebnisse des Entwicklungsprojekts wird die Gemeinde zu gegebener Zeit informieren. Veränderungen, welche die Familien und das Betreuungsangebot direkt betreffen, werden frühzeitig kommuniziert.










