Glarus Süd GL: Unwetter-Szenario fordert Führungsstab acht Stunden
In Glarus Süd GL hat die Gemeindeführungsorganisation den Ernstfall geprobt. Hochwasser, Murgänge und Starkregen forderten rund 25 Beteiligte acht Stunden lang.

Die Gemeindeführungsorganisation (GFO) Glarus Süd hat im Rahmen einer regulären Wiederholungsübung den Ernstfall trainiert. Ein anspruchsvolles Unwetterszenario mit Starkniederschlägen, Hochwasser und Murgängen forderte die rund 25 Beteiligten während acht Stunden. Die Übung zeigte: Die Abläufe funktionieren, die Zusammenarbeit ist eingespielt und aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich weitere Verbesserungen für den Ernstfall ableiten.
Was passiert, wenn nach anhaltenden Starkniederschlägen im gesamten Gemeindegebiet gleichzeitig verschiedene Bäche, die Linth und die Sernf über die Ufer treten, Murgänge niedergehen und Menschen, Tiere, Strassen sowie ganze Siedlungsgebiete gefährdet sind? Mit einem solchen Szenario wurde die GFO Glarus Süd im Rahmen einer regulären Wiederholungsübung konfrontiert.
Gut vorbereitet auf besondere und ausserordentliche Lagen
Während rund acht Stunden entwickelte sich die simulierte Lage laufend weiter. Die GFO musste eingehende Informationen beurteilen, Prioritäten setzen, Massnahmen koordinieren und die verfügbaren Mittel gezielt einsetzen. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnerorganisationen und Fachstellen unter realitätsnahen Bedingungen überprüft.
Die Übung zeigte, dass die GFO Glarus Süd für besondere und ausserordentliche Lagen gut aufgestellt ist. Die Stabsarbeit, die wesentlichen Abläufe und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Funktionen bewährten sich auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Gleichzeitig konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Diese werden nun ausgewertet und fliessen in die weitere Vorbereitung und Optimierung der Krisen- und Katastrophenorganisation ein.
Vorsorge gewinnt an Bedeutung
Gerade für eine Berggemeinde wie Glarus Süd ist eine vorausschauende Vorbereitung auf Naturgefahren zentral. Der Klimawandel kann bestehende Gefährdungen durch Hochwasser, Murgänge, Waldbrände oder andere Naturereignisse zusätzlich verschärfen. Umso wichtiger sind vorbeugende Massnahmen wie Schutzbauten und Verbauungen sowie die Überwachung gefährdeter Gebiete.
Doch auch mit guter Vorsorge lassen sich die Auswirkungen von Naturereignissen nicht vollständig verhindern. Deshalb braucht es neben Schutzmassnahmen und gut ausgebildeten Einsatzkräften wie der Feuerwehr auch eine Organisation, die bei grösseren Ereignissen die Führung und Koordination übernimmt. Regelmässige Übungen des GFO sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Krisenvorsorge.
An der Übung waren rund 25 Personen beteiligt. Die Übung wurde durch die Hauptabteilung Militär und Zivilschutz in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Naturgefahren durchgeführt.
Die Gemeinde Glarus Süd dankt allen beteiligten Stellen und Personen für die Vorbereitung, Durchführung und die engagierte Zusammenarbeit.










