Die Glarnerinnen und Glarner sollen mit dem nächstem Bahnausbauschritt ihre Direktverbindung nach Zürich verlieren.
Bahnhof Glarus
Personenunterführung am Bahnhof Glarus - Community

Die Kantonsregierung versucht nun, die direkte Linie mit einem Flügelkonzept zu retten. Dazu will sie von Zügen nach Chur eine Komposition «abzwacken».

Der Verlust der Direktverbindung droht zwar erst mit dem Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2035. Die Glarner Regierung nutzt gemäss einer Mitteilung von Donnerstag jedoch die Möglichkeit, jetzt schon Verbesserungsvorschläge zu den Plänen des Bundesamtes für Verkehr einzureichen.

Das Glarnerland bekommt mit dem Step AS 2035 zwar den Halbstundentakt durch den ganzen Kanton, von Linthal weit hinten im Haupttal bis nach Ziegelbrücke in der Linthebene. Reisende nach Zürich müssten dort aber auf einen von Chur kommenden Regioexpress umsteigen. Die heute allstündliche S-Bahn-Direktverbindung Linthal-Zürich entfiele.

Mit dem vorgeschlagenen Flügelkonzept versucht die Regierung nun den Fünfer und das Weggli ins Glarnerland zu holen. Die Idee: Der Regioexpress Zürich-Chur soll in Ziegelbrücke aufgetrennt werden.

Eine Teilkomposition soll danach wie gewohnt nach Chur weiterfahren, die andere aber durch den Kanton Glarus nach Linthal. Auf dem Rückweg nach Zürich würden die Kompositionen in Ziegelbrücke wieder zusammengehängt und kämen an der Limmat als ein Zug an.

Mit diesem Kniff würde das Glarnerland nicht nur die Direktverbindungen retten, sondern diese neu sogar halbstündlich erhalten. Und der Halbstundentakt im Glarnerland wäre - quasi als Beigabe - auch gewährleistet.

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