Frutigen BE: Gemeinde steigt bei alternativer Bezahlkarte ein
In Frutigen BE führt das Gewerbe die Verd-Bezahlkarte ein. Die Hälfte der Transaktionsgebühren fliesst in einen Topf für Projekte in der Gemeinde.

Die Verd Purpose Genossenschaft in Bern bietet ein alternatives Zahlungssystem, bei welchem mit einer aufladbaren Bezahlkarte, Käufe in bestimmten Geschäften innerhalb und ausserhalb der Gemeinde Frutigen abgewickelt werden können. Die Hälfte der Transaktionsgebühren fliessen direkt in einen «Topf» für Projekte in der Gemeinde, wie beispielsweise Spielplätze, Kultur oder Umweltinitiativen. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich als Genossenschaftsmitglied beteiligen und über die Mittelverwendung mitentscheiden.
Damit das sboa-Zahlungssystem in der Gemeinde Frutigen genutzt werden kann, hat der Gemeinderat entschieden, offiziell seinen Beitritt zur Genossenschaft zu erklären, lokale Händler zu informieren und die Bürgerinnen und Bürger über das System aufzuklären. Der Lead für das Projekt liegt beim Handwerker und Gewerbeverein Frutigen.
Das sboa-Zahlungssystem bietet interessierten Personen die Gelegenheit, ihre Einkäufe bei den teilnehmenden Geschäften mit einer Bezahlkarte zu begleichen, auf welche vorgängig Geld geladen wird. Hierzu kann bei der Verd Purpose Genossenschaft gratis eine Bezahlkarte bestellt werden. Die Transaktionsgebühr für Einkäufe, welche mit der Verd-Bezahlkarte getätigt worden sind, fliesst zu 50% in einen Geldtopf für die Gemeinde Frutigen, aus welchem im Anschluss der Allgemeinheit zugutekommende Projekte finanziert werden können.
Wer dabei über die Verwendung dieser Mittel bestimmen möchte, hat die Gelegenheit, für einen einmaligen Genossenschaftsbeitrag von CHF 5.00 Mitglied bei der Verd Purpose Genossenschaft zu werden. Mit dem Einsatz der Verd Purpose-Bezahlkarte sparen die teilenehmenden Gewerbebetriebe Gebühren und die Gemeinde Frutigen kann zumindest einen Teil der Transaktionsgebühren für gemeindeeigene Projekte einsetzen, was im Sinne einer attraktiven Gemeinde Frutigen ist.
Die Feuerwehr Frutigen ist eine Milizorganisation mit rund 90 Angehörigen der Feuerwehr. Sie ist zuständig für die Gemeinden Frutigen und Kandergrund. Die Verantwortung für eine so grosse Feuerwehr bedeutet sehr viel Arbeits- und Koordinationsaufwand, hauptsächlich für den Kommandanten.
In den vergangenen Jahren hat der Aufgabenumfang des Feuerwehrkommandanten kontinuierlich zugenommen. Es wurde deutlich, dass diese Aufgaben nicht mehr nebst einem 100% Arbeitspensum bewältigt werden können. Um den Anforderungen an eine moderne, leistungsfähige und zukunftsorientierte Feuerwehrorganisation gerecht zu werden, hat der Gemeinderat entschieden, die Funktion des Feuerwehrkommandanten künftig als feste Anstellung im Umfang von 30 Stellenprozenten zu führen.
Der Gemeinderat freut sich, mit dem bisherigen Feuerwehrkommandanten Bernhard Steiner, eine für dieses Aufgabe geeignete Person gefunden zu haben.
Um das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Schulraumerweiterung des Oberstufenzentrums festzulegen, hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 13. Mai 2026 die bestehende Spezialbaukommission, aufgrund des Legislaturwechsels, teilweise neu besetzt. Die neu zusammengesetzte Spezialbaukommission hat sich in der Folge zu zwei Sitzungen getroffen und dem Gemeinderat für das weitere Vorgehen Lösungen präsentiert. Der Gemeinderat hat sich dabei entschieden, den Abbruch und Neubau des bestehenden, alten Schulhauses Vordorf, weiterzuverfolgen.
Diese gewählte Lösungsvariante trägt der bestehenden schulischen Nutzung längerfristigen am besten Rechnung. Ob das nun so weiterzuverfolgende Projekt tatsächlich realisiert werden kann, hängt auch von der Einschätzung durch die Denkmalpflege ab.










