Im reWork Netzwerk Thurgau arbeiten Arbeitgeber, Ärzte und betroffene Arbeitnehmer zusammen, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern.
Die Stadtverwaltung Frauenfeld am Rathausplatz.
Die Stadtverwaltung Frauenfeld am Rathausplatz. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Im Kanton Thurgau sollen Arbeitgeber, Ärztinnen und Ärzte und die von einer längeren Erkrankung betroffenen Arbeitnehmenden enger zusammenarbeiten. Das reWork Netzwerk Thurgau will verhindern, dass bestehende Arbeitsplätze verloren gehen, obwohl eine Wiedereingliederung möglich wäre.

Die berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit längerer Arbeitsunfähigkeit ist oft schwierig. Ein Wiedereinstieg gelingt meistens nur schrittweise.

Ziel des am Mittwoch vorgestellten Projekts reWork Netzwerk Thurgau ist eine Verbesserung des Informationsaustausches unter allen Beteiligten. Gemeint sind damit die Hausärztinnen und Hausärzte, Kliniken, die beteiligten Versicherungen oder die Arbeitgeber.

Informationen zu Arbeitsunfähigkeit in Flyer und auf Webseite

Oft sei zumindest eine zeitweise Anpassung des bestehenden Arbeitsplatzes notwendig, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch, 27. April 2022. Dabei sei der Austausch über alle beruflich relevanten Aspekte einer Erkrankung «unter Wahrung des individuellen Datenschutzes» wichtig.

Zu diesem Thema wurde ein Flyer erarbeitet und unter rework-tg.ch eine Webseite aufgeschaltet. Die Möglichkeit zum frühen beruflichen Wiedereinstieg im Teilzeitpensum sei genauso ein Thema wie Round-Table-Gespräche zwischen Ärztinnen und Ärzten, den Unternehmen, den Arbeitnehmenden oder dem Case-Manager.

Auch der Einsatz von «detaillierten Arbeitsunfähigkeitszeugnissen» oder interdisziplinäre Abklärungen am Arbeitsplatz könnten zielführend sein.

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