Im Spital Thurgau AG sind derzeit keine Intensivpflegeplätze mehr frei. Die Betten sind zur Hälfte mit Corona-Patienten belegt.
Coronavirus Universitätsspitals Lausanne
Ein Patient mit Coronavirus liegt im Spital. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit den Sommerferien sind die Corona-Infektionen wieder angestiegen.
  • Im Thurgau sind alle 22 Intensivplätze belegt, zur Hälfte mit Covid-Patienten.
  • Die Belastung des Personals wird zum Problem.

Die 22 Intensivpflegeplätze der Spital Thurgau AG sind belegt, etwa zur Hälfte mit Covid-19-Kranken. Die Spitäler verlegen deshalb bereits Patientinnen und Patienten in ausserkantonale Spitäler. Die Lage sei angespannt, teilte die AG am Samstag mit.

Die Einlieferungen von Covid-19-Kranken sind demnach nach dem Ende der Sommerferien stark angestiegen. Landesweit müssen etwa 30 Prozent dieser Patienten auf die Intensivstation. Im Thurgau sind die Stationen in den Spitälern Frauenfeld und Münsterlingen überlastet.

Lage spitzt sich auch in anderen Kantonen zu

Das ist kritisch, da neben Covid-19-Patienten auch andere Kranke mit schweren Erkrankungen zu versorgen sind. Auch der Betrieb in den Normalstationen kommt wegen der aufwändigen Pflege der Covid-19-Patienten an die Grenzen. Das Problem ist den Angaben zufolge nicht der Mangel an Geräten oder Betten, sondern die Belastung des Personals.

Coronavirus - Schweiz
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesen schaut in einem Spital neben einem Schild mit der Aufschrift «Covid-19» – Coronavirus – aus dem Fenster einer Intensivstation. - dpa

Gemäss den Thurgauer Spitalbetreibern spielt die eidgenössische Solidarität bei den Verlegungen noch gut. Allerdings spitzt sich die Lage auch in anderen Kantonen zu.

Weiter verhängt die Spital Thurgau AG in ihren Institutionen ab Montag eine Zertifikatspflicht für Patientinnen, Patienten und Besuchende. Zudem führt sie weitere Massnahmen ein. Nachdrücklich rufen die Betreiber zum Impfen auf, da in ihren Spitälern praktisch ausschliesslich ungeimpfte Covid-19-Patientinnen und Patienten liegen.

Mehr zum Thema:

Coronavirus