Der Kanton Thurgau empfiehlt Booster-Impfungen für das Gesundheitspersonal. Wer in Alters- und Pflegeheimen, bei der Spitex, auf den Intensiv- und Covid-Stationen in Spitälern und Reha-Kliniken oder im Rettungsdienst arbeitet, soll rasch die dritte Impfung bekommen.
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Wappen des Kantons Thurgau. - Keystone

Zielgruppe sind Personen, die regelmässig Kontakt zu vulnerablen Personen oder Covid-Patientinnen und -Patienten haben, wie die Thurgauer Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Der Thurgau geht mit seiner Empfehlung noch einen Schritt weiter als das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die nationale Kommission für Impffragen.

BAG und Kommission empfehlen die dritte Impfung bisher für alle über 65-Jährigen, Bewohnerinnen und Bewohner in Alters- und Pflegeheimen sowie besonders gefährdete Personen mit chronischen Krankheiten. Der Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin (SVP) verfolgt mit der ausgeweiteten Impfempfehlung zwei Ziele.

Erstens müssten die vulnerablen Personen geschützt werden, zu denen die grosse Mehrheit der hospitalisierten Personen gehörten. «Zweitens wollen wir die ohnehin schon dünne Personaldecke der Gesundheitsfachpersonen vor unnötigen personellen Ausfällen durch Covid-Erkrankungen bewahren», wird Martin im Communiqué zitiert.

Neben dem Gesundheitsfachpersonal und den Personen über 65 Jahren dürften Auffrischungsimpfungen bald auch für weitere Personengruppen möglich sein, schreibt der Kanton weiter. Um den erwarteten Andrang zu bewältigen, werden im Impfzentrum in Weinfelden ab dem 29. November vorläufig keine Walk-in-Impfungen mehr angeboten.