Themenreihe zum Wohnen im Alter startet gut
Über 70 Personen besuchten am 9. Juni im VIVA den Auftakt der Themenreihe zum Wohnen im Alter. Im Zentrum standen gemeinschaftliche Wohnformen und Austausch.

Wie die Stadt Frauenfeld schreibt, hat das Amt Alter und Gesundheit der Stadt Frauenfeld und die Regio Frauenfeld im Rahmen des dreijährigen Projekts «Zufrieden Wohnen im Alter» eine gleichnamige Themenreihe lanciert.
Die erste der vier Veranstaltungen zum Thema «Impuls: Andere Wohnformen» hat am Dienstag, 9. Juni 2026, zahlreiche Interessierte ins Begegnungszentrum VIVA nach Frauenfeld gelockt.
Mit der Themenreihe vom Amt Alter und Gesundheit der Stadt Frauenfeld sowie der Regio Frauenfeld sollen verschiedene Facetten des Wohnens im Alter beleuchtet sowie der Austausch innerhalb der Bevölkerung der Regio Frauenfeld gefördert werden.
Über 70 Personen sind der Einladung zur ersten Veranstaltung gefolgt, haben mehr über verschiedene Wohnmodelle erfahren und sich aktiv eingebracht. Nach einer Begrüssungsrede von Regine Siegenthaler, Departementsvorsteherin Alter und Gesundheit, berichtete Amtsleiter Urban Kaiser über das Gesamtprojekt. Sabine Binder, Projektmitglied und externe Beraterin umriss verschiedene gemeinschaftliche Wohnmodelle grob.
Erfahrungen aus gemeinschaftlichen Wohnformen
Im anschliessenden Podiumsgespräch haben sich Peter Roth, Generationenwohnen Giesserei gesewo, Sylvia Felix, Genossenschaft Zusammenhalt, Christine Schwyn, Clusterwohnen an der Kanzleistrasse gesewo (alle in Winterthur), sowie Urs Thalmann von einer privat organisierten Wohngemeinschaft in Mörschwil SG, den Fragen von Urban Kaiser gestellt.
Dabei zeigte sich, dass die Strukturen und Grössen der Wohnformen so unterschiedlich wie die Mieter selbst sind. Es verbindet sie jedoch alle, dass sie selbstorganisiert und selbstverwaltet funktionieren. Die vier Gesprächsgäste haben zudem gemeinsam, dass sie gemeinschaftliche Aktivitäten und gleichzeitig einen privaten Rückzugsraum schätzen.
Auch sind sie sich einig, dass gemeinschaftliches Wohnen wiederholter Aushandlungsprozesse bedarf, von Urs Thalmann in der formell wenig strukturierten Wohngemeinschaft schmunzelnd als «emotionales Staubwischen» bezeichnet. Weiter verlangt gemeinschaftliches Wohnen ein Interesse an Gemeinschaft, Offenheit, Flexibilität und Lernen.
In den darauffolgenden Tischgesprächen haben Teilnehmende den Podiumsgästen angeregt Fragen gestellt, diskutiert und sich vertieftes Wissen zu den verschiedenen Wohnmodellen angeeignet.
Ausblick
Nach dem Fazit der Tischgespräche war der offizielle Teil des Abends beendet, die positive Energie und der Tatendrang der Teilnehmenden blieb aber beim anschliessenden Austausch förmlich spürbar.
Die Idee einer Interessensgemeinschaft Wohnen im Alter wurde diskutiert und soll weiterverfolgt werden. Interessierte an einer Interessensgemeinschaft für das Wohnen im Alter können sich bei der Fachstelle Alters- und Generationenfragen melden.
Die nächste Veranstaltung der Themenreihe «Impuls: Dem Haus ein neues Leben geben» findet am Mittwoch, 19. August 2026, von 18 bis 20 Uhr, wiederum im Begegnungszentrum VIVA, Rheinstrasse in Frauenfeld statt. Der Anlass ist kostenlos und eine Anmeldung willkommen.










