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Frauenfeld TG: Was bleibt von einem Leben? Führung sucht Antworten

Kanton Thurgau
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Im Alten Zeughaus Frauenfeld TG führt Historiker Vincent Arnold am Sonntag, 20. September 2026, durch die Sonderausstellung «Leben & Lassen». Eintritt frei.

Frauenfeld TG
Wiegen wie diese aus dem 18. Jahrhundert wurden häufig über mehrere Generationen weitergegeben. - zVg

In Objekten sind die Erinnerungen unseres Lebens eingeschrieben. Was für die einen lediglich ein abgenutzter Teddybär ist, erinnert die anderen an die Kindheit. Der Historiker Vincent Arnold erweckt an der Führung «Spuren und Erinnerung» am Sonntag, 20. September 2026, im Alten Zeughaus Frauenfeld die Geschichten hinter solchen Lebensobjekten zum Leben.

Menschen haben oft nur ansatzweise eine Vorstellung davon, wie sie dereinst in Erinnerung bleiben wollen. Möchten sie niemals in Vergessenheit geraten oder doch lieber spurlos aus dem Leben scheiden? Gerade Letzteres ist im heutigen Zeitalter gar nicht so einfach.

Wohin mit all diesen Dingen nach dem Ableben? Als Träger von Erinnerungen und Zeugen der Vergangenheit besitzen sie einen immateriellen Wert. Doch bleiben Objekte die einzigen Spuren eines Lebens? Gibt es auch andere Möglichkeiten, sich zu verewigen?

Wie jemand in Erinnerung bleiben wird, ist schwierig zu beeinflussen. Was die Forschung jedoch zeigt: Nach spätestens vier Generationen erlischt die Erinnerung an eine Person. Einzelne Objekte hingegen überdauern die Zeit.

Was bleibt?

Die neue Sonderausstellung «Leben & Lassen» fragt anhand von über 100 solcher Objekte aus der Sammlung des Historischen Museums Thurgau, was es ist, was von uns bleibt. Weshalb wurde eine Haarsträhne aufbewahrt und was erzählt ein Kofferplattenspieler aus den 1950er-Jahren über die Jugendkulturen der Vergangenheit? Anhand verschiedener Objekte spürt die Führung der Frage nach, wie aus bewussten sowie unbewussten Hinterlassenschaften Geschichte wurde.

Die Führung «Spuren und Erinnerung. Was Menschen hinterlassen (wollen)» findet am Sonntag, 20. September 2026, von 14 bis 15 Uhr, im Alten Zeughaus Frauenfeld statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich unter: historisches-museum.tg.ch/events.

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