Frauenfeld

    Frauenfeld TG: Thurplus investiert 16 Millionen in Wärme und Strom

    Stadt Frauenfeld
    Stadt Frauenfeld

    Frauenfeld,

    Das Budget 2027 des Frauenfelder Werkbetriebs Thurplus sieht ein Gesamtergebnis von 5.9 Millionen Franken vor.

    Frauenfeld TG
    Das Rathaus Frauenfeld (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Der Stadtrat legt dem Gemeinderat das Thurplus-Budget 2027 mit einem Gesamtergebnis von 5.9 Millionen Franken vor. Mit Bruttoinvestitionen von rund 16 Millionen Franken stärkt Thurplus die Wärme- und Stromversorgung in Frauenfeld. Gleichzeitig profitieren Kundinnen und Kunden von deutlich tieferen Stromkosten.

    Thurplus budgetiert für 2027 betriebliche Erträge von 82.4 Millionen Franken. Das sind 9.1 Millionen Franken beziehungsweise 10 Prozent weniger als im Budget 2026. Die Reduktion des Umsatzes ist im Wesentlichen auf tiefere Gas- und Stromtarife zurückzuführen.

    Da den tieferen Verkaufspreisen jedoch auch tiefere Beschaffungskosten gegenüberstehen, reduziert sich gleichzeitig der Aufwand. Die Tarifsenkung wirkt sich deshalb sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Kostenseite aus und belastet das Ergebnis nur unwesentlich.

    Die geplanten Bruttoinvestitionen steigen gegenüber dem Vorjahresbudget von 14.8 auf 15.9 Millionen Franken. Ein Schwerpunkt bleibt der Fernwärmeausbau. Im Westen von Frauenfeld soll das SBB-Gleistrassee gequert und damit das Gebiet rund um die Wannenfeldstrasse erschlossen werden.

    Für das Netz der Fernwärme ARA ist eine Druckerhöhungsstation vorgesehen. In der Altstadt konzentrieren sich die Arbeiten auf den Abschnitt von der Energiezentrale über die Zürcherstrasse bis zum Beginn der Altstadt. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt ist die Leistungserhöhung des Unterwerks Ost beim Geisschopf.

    Auch mit den erneut sinkenden Energiepreisen im Strombereich gelingt es Thurplus, ein stabiles Ergebnis zu budgetieren. Der Selbstfinanzierungsgrad steigt im Vergleich zum Vorjahresbudget leicht auf 39 Prozent. Zusätzliches Fremdkapital ist nicht erforderlich.

    Die geplante Gewinnabgabe an die Stadt beträgt 0.35 Millionen Franken. Die Abgaben an die Stadtkasse über die Netznutzungsentgelte steigen erneut auf rund 2.1 Millionen Franken.

    Mit dem Budget 2027 investiert Thurplus gezielt in eine sichere und zukunftsfähige Energieversorgung. Die geplanten Projekte schaffen die Voraussetzungen, um den steigenden Strombedarf zu decken und das Fernwärmeangebot in Frauenfeld bedarfsgerecht auszubauen.

    Budget 2027: Finanzielle Stabilisierung schreitet voran, weiterhin ohne Tariferhöhungen

    Das Alterszentrum Park (AZP) budgetiert für das Jahr 2027 einen Ertragsüberschuss von 52'950 Franken. Nach Abschluss der wesentlichen Reorganisationsarbeiten befindet sich das AZP auf dem Weg in einen stabilisierten Regelbetrieb. Trotz steigender Anforderungen in der Pflege sowie notwendiger Investitionen in die Infrastruktur kann auf Tariferhöhungen bei Pension und Betreuung weiterhin verzichtet werden.

    Die in den Jahren 2025 und 2026 umgesetzten organisatorischen Anpassungen zeigen zunehmend Wirkung. Führungsstrukturen wurden gestärkt, Prozesse vereinheitlicht und betriebliche Abläufe optimiert. Das Budget 2027 basiert auf vorsichtigen Annahmen zur Belegung, Kostenentwicklung und zum Personalbestand und verfolgt das Ziel, die finanzielle Stabilisierung weiter voranzutreiben.

    Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Die Pflegeintensität der Bewohnerinnen und Bewohner nimmt weiter zu, qualifiziertes Fachpersonal bleibt knapp und die Anforderungen an Qualität, Infrastruktur und Digitalisierung steigen kontinuierlich.

    Höherer Pflegebedarf führt zu mehr Personalaufwand

    Der Personalaufwand steigt im Budget 2027 auf rund 17,9 Mio. Franken und bleibt damit der grösste Aufwandposten. Ursache dafür ist insbesondere die zunehmende Pflegeintensität der Bewohnenden. Viele Personen treten heute später oder nach einem Spitalaufenthalt ins Pflegeheim ein und benötigen entsprechend mehr Pflegeleistungen.

    Das AZP setzt weiterhin auf stabile Personalstrukturen, gezielte Rekrutierung und die Ausbildung eigener Fachkräfte. Wie bereits in den Vorjahren wird auf den Einsatz von Temporärpersonal weitgehend verzichtet. Zusätzlich werden Mittel für Aus- und Weiterbildungen bereitgestellt, um die langfristige Fachkräftesicherung zu unterstützen.

    Weniger Projektkosten, gezielte Investitionen

    Der Sachaufwand reduziert sich gegenüber dem Vorjahresbudget deutlich. Dies ist vor allem auf den Wegfall verschiedener Strategie-, Organisations- und Beratungsprojekte zurückzuführen, die im Rahmen der Reorganisation erforderlich waren. Gleichzeitig bleibt der Aufwand für den Unterhalt der Infrastruktur erhöht, um bestehende Unterhaltsrückstände schrittweise abzubauen.

    Für das Jahr 2027 sind Investitionen von insgesamt 1,45 Mio. Franken vorgesehen. Schwerpunkte bilden Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen in Gebäude, technische Anlagen, Kücheneinrichtungen, Mobiliar sowie die Sicherheitsinfrastruktur. Damit wird die langfristige Betriebs- und Versorgungssicherheit sichergestellt.

    Hohe Nachfrage und steigende Pflegeerlöse

    Die Gesamterträge steigen gegenüber dem Budget 2026 auf 23,7 Mio. Franken. Wesentliche Gründe dafür sind höhere Pflegeerlöse sowie höhere Beiträge aus der Restfinanzierung von Kanton und Gemeinden. Die Ertragsentwicklung widerspiegelt die zunehmende Pflegeintensität der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der konstant sehr hohen Auslastung.

    Die Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen bleibt hoch. Für die Alterswohnungen in der Parksiedlung Talacker wird weiterhin mit einer hohen Auslastung gerechnet. Das Restaurant und der Mahlzeitendienst leisten ebenfalls weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Betriebsertrag.

    Beim Tageszentrum Talbach wird aufgrund der aktuell gesunkenen Auslastung vorsichtiger budgetiert.

    Die kantonalen Normkosten 2027 waren bei der Budgeterstellung noch nicht bekannt; deshalb wird mit unveränderten Ansätzen gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

    Tarife bleiben unverändert

    Für das Jahr 2027 sind keine Anpassungen der Pensionstaxen und Betreuungstarife vorgesehen. Das AZP setzt damit seinen eingeschlagenen Konsolidierungskurs fort und legt den Fokus weiterhin auf Qualität, Verlässlichkeit und eine nachhaltige finanzielle Entwicklung.

    Ergebnis und Kennzahlen

    Bei einem Gesamtertrag von 23'705'200 Franken und einem Gesamtaufwand von 23'652'250 Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 52'950 Franken. Die Selbstfinanzierung beträgt 1'257'950 Franken. Den geplanten Investitionen von 1'450'000 Franken steht damit eine hohe Eigenfinanzierung gegenüber; nur ein kleiner Teil muss fremdfinanziert werden.

    Das Budget 2027 zeigt, dass die eingeleiteten Reorganisations- und Optimierungsmassnahmen Wirkung entfalten. Trotz steigender Anforderungen gelingt es, den Betrieb nahezu ausgeglichen zu führen und gleichzeitig wichtige Investitionen in Personal, Infrastruktur und Qualität sicherzustellen. Das Alterszentrum Park verfügt damit über eine solide Grundlage für eine langfristig stabile Entwicklung.

    Kommentare

    Weiterlesen

    dfg
    140 Interaktionen
    Briten wittern Knast
    Granit Xhaka
    2'348 Interaktionen
    Nach Impf-Lüge

    MEHR FRAUENFELD

    Frauenfeld TG
    Frauenfeld TG
    Frauenfeld TG
    Frauenfeld TG
    Frauenfeld TG
    1 Interaktionen
    Frauenfeld TG
    UBR Frauen
    Frauenfeld TG

    MEHR AUS THURGAU

    Sirnach TG
    Sirnach TG
    Amriswil TG
    2 Interaktionen
    Unihockey
    Floorball Thurgau
    Unihockey