Uzwil: Mit viel (Sonnen)Energie …

Gemeinde Uzwil
Gemeinde Uzwil

Flawil,

Vor 20 Jahren entstand die erste Photovoltaik-Anlage auf einem kommunalen Gebäude. Wo steht Uzwil heute? Einige Einblicke in das aktuelle Monitoring.

Photovoltaik Uzwil Schulanlage
Die Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Bauten – beispielhaft hier auf den Dächern der Schulanlage Neuhof - haben letztes Jahr insgesamt 967 Megawattstunden Solarstrom produziert. - zVg

Sonnenstrom – für viele ein Gradmesser dafür, wie eine Gesellschaft in Richtung Energiewende unterwegs ist.

Wie die Gemeinde Uzweil erinnert, enstand vor 20 Jahren im Rahmen eines schulischen Projektes, initiiert von Lehrer Markus Eugster, die erste PV-Anlage der Gemeinde auf dem Schulhaus Schöntalstrasse. Die damalige Pionier-Anlage hat eine Entwicklung angestossen.

Dank Förderung auf der Überholspur

Seit 2012 fördert Uzwil private Photovoltaikanlagen. Damals war das genutzte Photovoltaik-Dachpotenzial und die installierte PV-Leistung in Uzwil unter dem Schweizer Durchschnitt. Das hat sich gewandelt.

Uzwil nutzt aktuell 21 Prozent des Dachpotenzials, im Kanton sind es 17, in der Schweiz 12 Prozent.

Und auch die installierte Leistung pro Einwohner ist inzwischen klar überdurchschnittlich.

Gemeindeeigene Kraftwerke

Und wie steht es um die kommunalen Liegenschaften? 2025 haben die PV-Anlagen auf Gebäuden der Gemeinde total 967 Megawattstunden Solarstrom produziert.

Davon wurden 406 Megawattstun-den direkt im Eigenverbrauch genutzt und dadurch 27 Prozent des Strombedarfs dieser Gebäude gedeckt. Der restliche Strom wurden ins Netz eingespeist.

Im Lichte stark gestiegener Energiekosten ist die entlastende Wirkung des selber produzierten Stroms für den kommunalen Haushalt spürbar. Nächstes Jahr wird mit dem neuen Werkhof eine neue grossflächige PV-Anlage in Betrieb gehen.

Der Fokus verlagert sich jetzt auf Speicher, um den Eigenverbrauch zu erhöhen.

Förderung

Die Uzwiler Energieförderung wird mit Abgaben der Energieversorger finanziert. Seit 2012 hat die Gemeinde 3,8 Millionen Franken an Fördergelder ausgerichtet. Das löste private Investitionen von fast 48 Millionen Franken aus.

Die PV-Förderung war dabei über all die Jahre die meist nachgefragte Förderung. 636 Anlagen in der Gemeinde entstanden mit kommunaler Förderung. Ihre Leistung reicht aus, um fast 3000 Haushaltungen mit Strom zu versorgen. Beachtlich.

Braucht es wegen der stark gestiegenen Energiepreise noch eine Förderung für PV-Anlagen? Damit befasst sich die Gemeinde im Verlaufe des Jahres.

Seitenblick Energiestadt

Uzwil ist seit 2007 Energiestadt, trägt aktuell das Label Energiestadt Gold und damit die höchste Auszeichnung, welche Städte und Gemeinden erreichen können.

Dabei geht’s um wesentlich mehr als PV-Anlagen. Im Fokus ist eine nachhaltige Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik und die Anpassung des Lebensraumes an das sich verändernde Klima. Messbar und vergleichbar.

Energiestädte stellen sich alle vier Jahre einer Rezertifizierung, die Kosten dafür liegen bei 20'000 Franken. Dazu kommt ein Jahresbeitrag an den Trägerverein von 3500 Franken.

Gemessen am Jahresvolumen des Uzwiler Energiefonds von rund einer Million Franken sind das gute Relationen, um Entwicklungen faktenbasiert zu messen und zu vergleichen und von einem spezialisierten Netzwerk zu profitieren.

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