Niederhelfenschwil: Wasserverbrauch verdoppelt – Verbund ruft zum Sparen auf
Hohe Temperaturen und Dürre belasten die Region Niederhelfenschwil: Der Wasserverbund ruft die Bevölkerung dringend zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf.

Andauernd hohe Temperaturen und ausbleibender Niederschlag haben in den vergangenen Wochen vor grosse Herausforderungen gestellt. Bereits vor den Ferien wurden alle durch den Wasserverbund aufgefordert, Wasser zu sparen.
Zu diesem Zeitpunkt fand auch eine Koordination in dieser Sache in der Region statt, denn den Gemeinden beziehungsweise den Wasserversorgern in der Region Wil-Uzwil geht es gleich.
Der Wasserverbrauch ist aufgrund der ausbleibenden Niederschläge und der andauernd hohen Temperaturen sehr stark angestiegen. Im Vergleich zum Durchschnitt und zu den üblichen Verbräuchen hat sich der Wasserverbrauch gar verdoppelt. Gleichzeitig sinken die Erträge der Quellen oder bleiben ganz aus.
Wasserverbrauch konnte bereits reduziert werden
Schliesslich wurde, koordiniert über den Regionalen Führungsstab Wil-Uze, mittels Flyer kommuniziert. Es ist Tatsache, dass das Wasserschloss Schweiz in verschiedenen Regionen mit der Wasserförderung zu kämpfen hat.
Spätestens seit die Pegelstände der Seen und die Wassermengen in den Fliessgewässern massiv abgenommen haben, dürfte dies bei allen angekommen sein. Um die Versorgung weiterhin gewährleisten zu können, haben der Wasserverbund und die Wasserversorger der Region gemeinsam mit den Politischen Gemeinden zum Wassersparen aufgerufen. Dies hat sich auf die verbrauchte Wassermenge ausgewirkt.
Es gibt aber nach wie vor Nutzungen, die eingeschränkt werden könnten.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen führen seit Wochen zu einer aussergewöhnlichen Belastung der Wasserversorgung. Der Wasserverbrauch im Verbund liegt aktuell rund 30 Prozent über dem üblichen Sommerverbrauch. An Spitzentagen wurden Werte erreicht, die nahezu doppelt so hoch sind wie in normalen Sommerperioden.
Dank der engen Zusammenarbeit der Wasserversorgungen innerhalb des Wasserverbundes kann die Versorgung derzeit noch sichergestellt werden. Diese Situation ist jedoch nicht selbstverständlich und kann langfristig nicht allein durch technische Massnahmen aufgefangen werden.
Besonders der hohe private Wasserverbrauch belastet die Wasserversorgung stark. Dazu zählen insbesondere: Pools und Bassins, Garten- und Flächenbewässerungen, Autowaschen und weitere nicht notwendige Wasseranwendungen.
Trinkwasserversorgung hat oberste Priorität
Die Bevölkerung wird deshalb mit Nachdruck aufgefordert, ihren Wasserverbrauch unverzüglich zu reduzieren und auf nicht notwendige Wasseranwendungen zu verzichten.
Die Versorgung von Menschen, Landwirtschaft, Gewerbe und Nutztieren hat oberste Priorität. Trinkwasser ist keine unbegrenzt verfügbare Ressource.
Sollte sich die Situation nicht verbessern, werden weitere Massnahmen geprüft werden müssen. Gleichzeitig würden zusätzliche Wasserbezüge ausserhalb des Wasserverbundes notwendig, was erhebliche Mehrkosten für die beteiligten Wasserkorporationen und damit letztlich für die Allgemeinheit zur Folge hätte.
Die aktuelle Versorgungssicherheit kann nur gewährleistet werden, wenn alle ihren Beitrag leisten.











