Meierhöfli baut aus: Mehr Raum für Schule und Sport
In Emmen fällt der Startschuss für die Erweiterung der Schulanlage Meierhöfli: Eine neue Doppelsporthalle, Klassenzimmer und Räume für Förderung entstehen.

Wie die Gemeinde Emmen berichtet, haben Primarschülerinnen und Primarschüler mit Tanz, Gesang und einer Werkzeugkiste voller Wünsche den Spatenstich im Meierhöfli begleitet.
Der Baustart markiert den Auftakt für den Neubau mit Doppelsporthalle und neuen Unterrichtsräumen sowie für die Weiterentwicklung der bestehenden Anlage bis im Sommer 2028.
Auf dem Pausenplatz stehen Kinder mit Bauhelm neben Schaufeln und Kies, Lehrpersonen und Eltern mischen sich unter die Gäste aus Politik und Verwaltung, und dort, wo sonst Pause gemacht wird, entsteht für einmal eine kleine Baustellenkulisse.
Mehr Raum für Unterricht, Sport und Quartier
Der Spatenstich am Mittwoch, 4. Februar 2026, ist der sichtbare Startschuss für die Erweiterung der Schulanlage Meierhöfli.
Die Gemeinde Emmen startet damit ein Bauvorhaben, das die Schulanlage auf 18 Primarklassen und sechs Kindergärten ausrichtet, dringend benötigte Räume für Unterricht, Betreuung und Förderung schafft und mit einer Doppelsporthalle die Sportinfrastruktur ergänzt.
Auch das Quartier profitiert: Die alte Einfachsporthalle soll später als multifunktionale Aula genutzt werden und damit Raum für Vereine, Kultur und Quartierleben bieten.
Eine Werkzeugkiste voller Wünsche
Bevor die erste Schaufel in den Kies sticht, gehört der Moment der Schule. Die Kinder haben sich vorbereitet: Zeichnungen und kurze Briefe, in denen sie festhalten, was ihnen heute fehlt und worauf sie sich freuen.
Diese Wünsche werden in einer Werkzeugkiste gesammelt, die bis zur Eröffnung aufbewahrt und dann wieder geöffnet werden soll.
«Die Kinder freuen sich auf die coole Doppelsporthalle und die tollen Klassenzimmer mit schöner Aussicht», sagt Benno Gut, Bereichsleiter Schulinfrastruktur und Planung.
Warum die Erweiterung nötig ist
Die Ausgangslage ist klar: Die bestehenden Räume der Schulanlage Meierhöfli bieten Platz für 12 Klassen. Heute werden jedoch bis zu 17 Klassen auf dem Areal unterrichtet.
Besonders spürbar ist der Druck dort, wo differenzierter Unterricht Platz braucht: Gruppenräume und Förderzimmer fehlen, ebenso Räume für die Integrative Förderung, die Schulsozialarbeit und die Tagesstrukturen. Im Alltag wird improvisiert, Korridore und andere Räume werden mitgenutzt, weil Alternativen fehlen.
Hinzu kommt der Sport. Für 18 Primarklassen wären zwei normgerechte Sporthallen nötig. Die bestehende Einfachsporthalle genügt nicht, weder in der Normgrösse noch in der Kapazität.
«Wir bauen, weil es nötig ist»
Schon heute müssen Sportlektionen deshalb teilweise im Freien stattfinden. Die neue Doppelsporthalle ist damit nicht Luxus, sondern eine Voraussetzung, um den geforderten Sportunterricht verlässlich anbieten zu können.
«Wir bauen nicht, weil es schön wäre, sondern weil es nötig ist. Das Meierhöfli braucht mehr Räume für Unterricht, Förderung und Tagesstruktur – und es braucht eine Sportinfrastruktur, die den heutigen Anforderungen entspricht», sagt Brahim Aakti, Bildungsdirektor der Gemeinde Emmen.
Was gebaut wird und was das Areal gewinnt
Kernstück des Projekts ist ein zweigeschossiger Neubau. Im Untergeschoss entsteht die Doppelsporthalle, darüber Unterrichtsräume für sechs Primarklassen.
Der Neubau fasst die notwendige Erweiterung kompakt in einem Gebäude zusammen und soll sich in die 1956 erstellte Schulanlage einfügen. Die Doppelsporthalle schafft dringend benötigte Hallenkapazitäten für den schulischen Sportunterricht und kommt auch den Emmer Sportvereinen zugute.
Parallel dazu wird die Anlage funktional neu geordnet. Im bestehenden Pavillon und im bestehenden Kindergartengebäude sollen neu alle sechs Kindergärten im Süden des Areals zusammengeführt werden, verbunden mit einer attraktiven Umgebung.
Bau im laufenden Schulbetrieb
Zudem werden bestehende Gebäude angepasst, um Räume für Tagesstrukturen und Schule zu schaffen. Ein markanter Schritt betrifft die bisherige Einfachsporthalle: Sie wird zu einer multifunktionalen Aula umgebaut.
Damit entsteht ein Mehrwert über die Schule hinaus. Zusammen mit der Tagesstruktur im Spezialtrakt, der mit der Aula zusammengebaut ist, soll ein Bereich entstehen, der Synergien ermöglicht und eine effiziente Nutzung der Räume unterstützt.
Die Realisierung erfolgt im laufenden Schulbetrieb. Das verlangt klare Abläufe, gute Koordination und Rücksichtnahme, damit Schule und Baustelle nebeneinander Platz haben. «Wenn wir diese Zeit gemeinsam meistern, werden wir am Ende mit Stolz und grosser Freude auf das Ergebnis blicken können» schliesst Brahim Aakti seine Ausführungen ab.






