Wie die Gemeinde Gisikon informiert, werden die Katasterschatzungen nach einer neuen Schatzungsmethode erstellt. Die Bestimmung soll 2022 in Kraft treten.
Verwaltung - Symbolbild

Die Katasterschatzungen der Gemeinde Gisikon werden nach einer einfacheren und transparenteren Schatzungsmethode neu erstellt. Die neuen Bestimmungen treten am 1. Januar 2022 in Kraft.

Alle Grundstücke werden innerhalb von fünf Jahren neu geschätzt. Die Projektziele von LuVal können voraussichtlich alle erreicht werden. Die neue Schatzungsmethode wird in der Gesamtheit aller Objekte aufkommensneutral umgesetzt.

Der Kantonsrat hat in der Schlussabstimmung vom 9. September 2019 dem Projekt LuVal mit 108 zu null Stimmen, bei vier Enthaltungen zugestimmt. Neu wird eine einfachere und transparentere Schatzungsmethode angewendet.

Abhängig von der Art des Objekts wird eine Real- oder eine Ertragswertschatzung erstellt. Ein- bis Dreifamilienhäuser und Stockwerkeigentum werden nach dem Realwert bewertet.

Der Mietwert wird dabei aus dem Realwert abgeleitet. Auf einen Augenschein vor Ort kann künftig in der Regel verzichtet werden.

Alle nichtlandwirtschaftlichen Grundstücke sollen eine neue Schatzung erhalten

Die technischen und organisatorischen Umsetzungsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Die neue Lösung wird planmässig im 1. Quartal 2022 in Betrieb gehen und das Projekt wird wie vorgesehen Mitte 2022 abgeschlossen.

Auf Grund des guten Stands der Projektarbeiten hat der Regierungsrat beschlossen, die neuen Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen per 1. Januar 2022 in Kraft zu setzen.

Ab 1. Januar 2022 werden die Schatzungen somit nach neuem Recht vorgenommen. Es ist vorgesehen, dass innerhalb von fünf Jahren alle nichtlandwirtschaftlichen Grundstücke eine neue Schatzung erhalten.

Bis zur Eröffnung der neuen Schatzung bleibt die alte Schatzung bestehen. Die jährliche Indexierung der Mietwerte entfällt ab der Steuerperiode 2022.

Alle Projektziele können erreicht werden

Aus der vereinfachten Schatzungsmethode resultiert bereits ab dem Kalenderjahr 2021 eine jährliche Kosteneinsparung von 1,5 Millionen Franken. Das Projekt wird voraussichtlich im Rahmen des bewilligten Projektkredits abgeschlossen werden können. Alle wesentlichen Projektziele können damit erreicht werden.

Die neue Schatzungsmethode wird in der Gesamtheit aller Objekte aufkommensneutral umgesetzt. Es sind also weder Steuermehr- noch Steuermindereinnahmen beabsichtigt. Dennoch können die nach neuem Recht erstellten Schatzungen von den letzten Schatzungen nach altem Recht abweichen.

Denn wie im alten Recht müssen die Kataster- und Mietwerte auch mit der neuen Methode periodisch an die aktuellen Marktverhältnisse angepasst werden.

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