Wie die Gemeinde Adligenswil informiert, steht das Siegerprojekt für die neue Schulanlage Kehlhof fest. Die neue Schulanlage wird eine «Lernlandschaft» sein.
Schulhaus Adligenswil.
Schulhaus Adligenswil. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel
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Die Jury hat entschieden: Sieger des Wettbewerbs für den Neubau der Schulanlage Kehlhof ist das Projekt «Lernlandschaft» des Luzerner Architektenteams um Roman Sigrist sowie Karin Gauch und Fabien Schwartz. Das Siegerprojekt überzeugt gemäss Wettbewerbsjury durch eine geschickte Gliederung des Gebäudekörpers, durch grosszügige Aussenräume und durch eine optimale Einbettung in das Dorfbild.

Es schafft vor allem, so die Jury in ihrem Abschlussbericht, den Spagat zwischen der schulischen Nutzung mit ihren «geschützten Freiräumen im Innern der Anlage» (wie beispielsweise die Aussenbereiche der Kindergärten und Pausenplätze) und der Verbindung mit der Umgebung dank «qualitätsvollen Räumen gegen aussen zum Dorf hin» (wie beispielsweise mit der Ausrichtung der Aula und der Anordnung der Spiel- und Sportbereiche).

Ebenso sorgt die dreifache Staffelung des Gebäudevolumens mit dem zurückversetzten Attikageschoss für «eine sympathische Massstäblichkeit». Und gleichzeitig erlauben es die gegliederten Baukörper, das Konzept der «kleinen Schule in der grossen Schule», das heisst kleine, übersichtliche Einheiten in einer Schule mit 450 Schülern umzusetzen.

Hervorgehoben wird von der Jury auch die «ruhige, parkartige» Gestaltung in der Zone zwischen Schulhaus und Alters- und Gesundheitszentrum sowie Turnhalle. Dies schaffe eine «willkommene Qualität für die Schüler wie auch für die Bevölkerung». In der «Lernlandschaft» sieht die Wettbewerbsjury zudem ein «klares Grundkonzept» mit «einer hohen Flexibilität» bei der langfristigen Entwicklung der Schule. Das gelte auch für eine allfällige Erweiterung des Schulhauses Obmatt, das durch den Kehlhof-Neubau nicht eingeschränkt werde.

Einstimmiger Jury-Entscheid

Am offenen Wettbewerb nahmen 13 Planerteams teil. Der Jury-Entscheid für das Projekt «Lernlandschaft» fiel einstimmig.

Für den Projektwettbewerb hatten die Adligenswiler Stimmbürger im November 2021 (mit dem Budget 2022) einen Kredit von 790'000 Franken bewilligt. In dieser Summe enthalten sind sowohl die Preisgelder für die prämierten Projekte als auch die Erarbeitung des Vorprojektes durch das Siegerteam.

Über den Baukredit wird im Jahr 2023 abgestimmt

Über den Baukredit auf der Grundlage des Vorprojektes wird das Stimmvolk voraussichtlich im Juni 2023 abstimmen. Für die Baukosten ist laut Finanzstrategie des Gemeinderates ein Kostenrahmen von rund 22 Millionen Franken vorgesehen.

Das neue Schulhaus wird ein Holzbau

Das neue Schulhaus wird nach ökologischen Grundsätzen errichtet und wird ein Holzbau sein. Dabei wird einheimisches Holz verwendet. Nur die Bauteile, die mit dem Erdreich in Berührung kommen, werden in Beton ausgeführt. Aus energetischen Gründen werden die Fassadenelemente hinterlüftet. Vorgesehen ist ein hellgrau-silbriger Farbton, der witterungsbeständig ist. Auch die Innenräume werden durch helle Holztöne geprägt sein.

Der Holzbau wird an den Wärmeverbund angeschlossen sein, und er wird über eine Fotovoltaikanlage verfügen.

Kosteneffizienz bei Bau und Betrieb

Generell wird eine Materialisierung gewählt, die dauerhaft ist und sich sowohl bei den Erstellungs- als auch bei den Unterhaltskosten positiv bemerkbar machen wird. Da das Gebäude aus vorgefertigten Holzelementen bestehen wird, wird die effektive Bauzeit kurz sein.

Auch auf den schwierigen Baugrund wird Rücksicht genommen: Nur der nordwestliche Baukörper wird in Massivbauweise unterkellert, sonst gibt es keine Untergeschosse. Damit werden die Aushubarbeiten gering gehalten. Zudem kann die Anzahl der Bohrpfähle, die in den Molasseuntergrund getrieben werden, dank der optimalen und gleichmässigen Struktur minimiert werden.

Positiv auf die Kosten wird sich auch auswirken, dass keine Provisorien nötig sein werden, da die Pavillons F, A und B während der Bauzeit erhalten bleiben.

Das Projekt wird verfeinert

Die Jury hat zum Siegerprojekt verschiedene Anregungen gemacht, die nun bei der Ausarbeitung des Vorprojektes aufgenommen werden, beispielsweise zum hohen Glasanteil (wegen Hitzeschutz und Nachtauskühlung), zur Veloparkierung oder zur Freitreppe vor dem Teufmatt-Kreisel.

Der Bezug soll zum Schuljahr 2026/27 erfolgen

Nach der Ausarbeitung des Vorprojektes und der Volksabstimmung über den Baukredit, die vorraussichtlich im Juni 2023 stattfindet, wird das konkrete Bauprojekt erarbeitet. Gerechnet wird mit dem Vorliegen der Baubewilligung bis im Juni 2024. Die effektive Bauzeit wird zwei Jahre betragen, Bauabnahme wäre im Juli 2026 möglich. Das neue Schulhaus wäre auf Beginn des Schuljahres 2026/27 bezugsbereit.

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