Stadt fördert Biodiversität mit neuen Lebensräumen
Die Stadt Dietikon schafft mit Blühstreifen, Pioniergewässern und Magerwiesen neue Lebensräume und unterstützt Biodiversitätsprojekte auch 2026 aktiv weiter.

Wie die Stadt Dietikon mitteilt, hat sie im Jahr 2025 verschiedene Projekte zur Förderung der Biodiversität umgesetzt. Mit dem lancierten Förderprogramm «Dietikon blüht auf», der Anlage von Blühstreifen, Pioniergewässern und artenreichen Wildblumenwiesen entstehen neue Lebensräume für Flora und Fauna.
Die Massnahmen zeigen: Auch in dicht besiedelten Gebieten kann Natur erfolgreich gefördert werden. Rund um das Schwimmbad Allmend Fondli sind Blühstreifen entstanden, indem Asphaltflächen entsiegelt, humose Böden entfernt und Saatgut von einheimischen Wildpflanzen ausgebracht wurden.
Die neuen Flächen bieten Insekten wie Wildbienen und Schmetterlingen wertvolle Nahrung und Rückzugsorte. Sie werden künftig extensiv gepflegt und nur ein- bis zweimal jährlich geschnitten. Die Entwicklung zu einem artenreichen Wiesenbestand erfolgt schrittweise, bietet aber bereits jetzt die Gelegenheit, die neu entstehende Vielfalt zu beobachten.
Neue Tümpel und Magerwiese stärken Artenvielfalt
Im Gebiet Röhrenmoos wurden in Zusammenarbeit mit dem Forst temporäre Pioniergewässer angelegt. Solche periodisch austrocknenden Tümpel sind wichtig für Amphibienarten wie die stark gefährdete Gelbbauchunke und die Geburtshelferkröte.
Durch die Vernetzung mit dem Amphibienlaichgebiet Röhrenmoos–Chlosterweiher sollen stabile Populationen gefördert werden. Die Tümpel sollen periodisch in den Pionierzustand zurückversetzt werden, wobei Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, die Amphibienwelt behutsam zu beobachten.
Beim Reservoir am Wiberg wurde auf rund 500 Quadratmetern eine artenreiche Magerwiese angelegt. Durch die Entfernung der Grasnarbe und des humosen Oberbodens wurden nährstoffarme Bedingungen geschaffen, die seltenen und spezialisierten Pflanzenarten das Gedeihen ermöglichen.
Der Blütenreichtum bietet ein wertvolles Nahrungsangebot für Schmetterlinge wie den Schachbrettfalter und der spärlich bewachsene Boden ideale Voraussetzungen für bodennistende Wildbienen.
«Dietikon blüht auf» fördert mehr Natur auf Privatflächen
Ausserdem wurde das Förderprogramm «Dietikon blüht auf» lanciert, das ökologische Aufwertungen auf privaten Grundstücken mit finanziellen Beiträgen von bis zu 50 Prozent der Kosten sowie mit kostenloser Fachberatung unterstützt.
Gefördert werden unter anderem Blumenwiesen, Kleinstrukturen, Nisthilfen, Entsiegelungsmassnahmen und Massnahmen zur ökologischen Vernetzung. Jährliche Aktionen mit kostenlosen Wildsträuchern, Saatgut und Nisthilfen ergänzen das Angebot.
Dietikon setzt 2026 weitere Akzente
Auch im Jahr 2026 werden vielfältige Aktivitäten zugunsten der Artenvielfalt weitergeführt. Derzeit laufen zwei Bestellaktionen: die Wildsträucher-Aktion bis 13. Februar 2026 und die Blumenwiesenaktion bis 15. Februar 2026.
Geplant sind ausserdem die Pflanzung von einheimischen Sträuchern und Stauden mit Jugendlichen im Röhrenmoos, die Umsetzung eines ökologischen Aufwertungsprojektes in der Schönenwerd sowie Exkursionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten.
Der Stadt und der Begleitgruppe ist es wichtig, die Bevölkerung weiterhin aktiv in die Umsetzung miteinzubeziehen. Mit diesen Projekten lädt die Stadt Dietikon die Bevölkerung ein, die Entwicklung der Stadtnatur aktiv mitzuerleben und gemeinsam einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt zu leisten.










