Spreitenbach setzt auf neues Freiraumkonzept
Der Gemeinderat Spreitenbach hat das Freiraumkonzept als verbindliche Grundlage genehmigt. Es soll die Qualität der Frei- und Grünräume langfristig sichern.

Wie die Gemeinde Spreitenbach bekannt gibt, hat der Gemeinderat den Bericht Freiraumkonzept Spreitenbach als behördenverbindliche Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Freiräume im Siedlungsgebiet genehmigt.
Damit liegt erstmals ein umfassendes strategisches Instrument vor, das die Qualität und Nutzung der Frei- und Grünräume langfristig sichern und verbessern soll.
Breite Abstützung und Mitwirkung der Bevölkerung
Die Erarbeitung des Freiraumkonzepts erfolgte auf Basis eines Verpflichtungskredits von 170'000 Franken, der von der Einwohnergemeindeversammlung am 28. November 2023 bewilligt wurde. In einem mehrstufigen Prozess entwickelte ein interdisziplinäres Planungsteam gemeinsam mit einer breit abgestützten Begleitgruppe das Konzept.
Ein zentraler Bestandteil war die aktive Mitwirkung der Bevölkerung: In zwei öffentlichen Veranstaltungen im Juni und November 2024 wurden Bedürfnisse aufgenommen sowie der Entwurf diskutiert und weiterentwickelt. Diese Rückmeldungen sind in die finale Fassung, welche durch eine Begleitgruppe erarbeitet wurden, eingeflossen.
Analyse zeigt Handlungsbedarf und Chancen
Das Konzept basiert auf einer umfassenden Analyse der bestehenden Freiraumstrukturen. Diese zeigt unter anderem Defizite bei multifunktional nutzbaren Freiräumen sowie eine zunehmende Wärmebelastung in stark versiegelten Gebieten.
Gleichzeitig wurden wichtige Potenziale identifiziert – etwa die Bäche als identitätsstiftende Elemente oder die Nähe zu Limmat und Wald als hochwertige Naherholungsräume.
Klare Ziele, Strategien und konkrete Massnahmen
Das Freiraumkonzept definiert ein Zielbild mit sieben Leitsätzen. Dazu gehören insbesondere die Stärkung der Quartieridentitäten, die Förderung der Biodiversität sowie die Entwicklung eines klimaresilienten Siedlungsraums nach dem Schwammstadtprinzip.
Zur Umsetzung wurden Strategien sowie ein Katalog von 21 konkreten Massnahmen erarbeitet. Diese sind zeitlich gestaffelt und reichen von kurzfristigen Verbesserungen bis hin zu langfristigen Entwicklungsprojekten.
Erste Projekte und nächste Schritte
Zu den zentralen Initialmassnahmen gehören die Planung und Realisierung des Neumattparks, die Weiterentwicklung des Areals Ziegelei zu einem multifunktionalen Freiraum, Sofortmassnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Schaffung temporärer Freiräume auf geeigneten Flächen sowie die Verbesserung der Signaletik von Wegverbindungen.
Die Umsetzung erfolgt schrittweise und wird organisatorisch klar verankert. Die Abteilung Planung und Bau übernimmt die Federführung und koordiniert die Zusammenarbeit mit weiteren beteiligten Bereichen. Bis Ende 2026 sollen Zuständigkeiten geklärt, Prioritäten festgelegt und erste Massnahmen vorbereitet werden.
Verbindliche Grundlage für die Gemeindeentwicklung
Das Freiraumkonzept wird künftig bei Planungs- und Bauprojekten verbindlich angewendet. Es stellt sicher, dass hochwertige Freiräume konsequent eingefordert und umgesetzt werden. Damit leistet die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität, Gesundheit und nachhaltigen Entwicklung in Spreitenbach.










