Spreitenbach

Regierungsrätin Martina Bircher besucht Integrationskurs

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Am Schweizer Vorlesetag erhielt die Schule Spreitenbach hohen Besuch aus Aarau. Die Bildungsdirektorin sammelte wertvolle Impulse für die kantonale Strategie.

Das Schulhaus Haufländli in Spreitenbach.
Das Schulhaus Haufländli in Spreitenbach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Regierungsrätin Martina Bircher, Vorsteherin des Departements Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau, besuchte den kommunalen Integrationskurs (KIK) im Rahmen des Schweizer Vorlesetags, teilt die Gemeinde Spreitenbach mit.

Zugleich bot der Besuch Gelegenheit, Integration und KIK-Konzept der Schule Spreitenbach näher kennenzulernen. Da das BKS eine Integrationsstrategie für den Kanton Aargau erarbeiten will, konnten wertvolle Einblicke in ein bereits bestehendes kommunales Modell gewonnen werden.

Ein besonderer Moment war das Vorlesen des Buches «Saba kommt an eine fremde Schule und findet Freunde». Frau Bircher las selbst vor, bezog die Kinder mit interessanten Fragen ein und eröffnete damit einen lebendigen und verbindenden Dialog über Heimat, Sprache, Freundschaft und das Ankommen in einem neuen Land.

Der KIK als Brücke in die Regelklasse

Nach dem Vorlesen stellten sich die Schülerinnen und Schüler vor. Die bunt gemischte Klasse mit Kindern aus verschiedenen Ländern zeigte eindrücklich, wie vielfältig der KIK ist. Frau Bircher begegnete jedem Kind mit sichtbarem Interesse, hörte aufmerksam zu und stellte persönliche Fragen zu Herkunft, Sprache und Interessen. Ihre empathische, wertschätzende und offene Art wurde von der Klasse und den Lehrpersonen positiv wahrgenommen.

Der Besuch machte sichtbar, wie wichtig Beziehung, Sicherheit und Vertrauen für eine gelingende Integration sind. Der KIK verbindet gezielten Deutschunterricht, individuelle Förderung und soziale Integration. Damit leistet die kommunale Integrationsklasse einen wichtigen Beitrag, dass neu zugezogene Kinder und Jugendliche schulisch, sozial und persönlich in Spreitenbach ankommen können.

Die beiden Lehrpersonen Lisbeth Wirth und Lukas Banier stellten Frau Bircher das KIK-Konzept vor. Dieses unterstützt neu zugezogene Kinder und Jugendliche beim Erwerb der deutschen Sprache und beim Ankommen im Schulalltag. Nach einer intensiven Startphase im KIK beginnt die schrittweise Teilintegration in die Regelklasse.

Übergang in die Regelklassen gelingt

Dabei werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrem Potenzial in die Oberstufenprofile Real-, Sek- oder Bezirksschule eingeteilt. Je nach Situation besuchen sie bereits nach kurzer Zeit erste Fächer wie Sport, Bildnerisches Gestalten, Textiles und Technisches Gestalten, Musik, Englisch oder Mathematik in ihren Stammklassen. Dadurch entstehen früh erste Kontakte, Orientierung und Zugehörigkeit.

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