Stadel ZH: Grüne warnen – Platz im Tiefenlager ist begrenzt
Vor der Infoveranstaltung von Bundesrat Rösti am 7. September in Fisibach AG warnen die Grünen, neue AKW würden das geplante Tiefenlager bei Stadel ZH sprengen.

Anlässlich seiner Infoveranstaltung zum Thema Tiefenlager in Fisibach (AG) erinnern die GRÜNEN daran, dass nicht noch mehr Atommüll anfallen darf. Im Tiefenlager Nördlich Lägern bei Stadel sollen dereinst Brennelemente aus 70 Jahren AKW-Betrieb eingelagert werden.
Neue AKW würden den Berg an hochradioaktivem Müll massiv vergrössern
Stadel ist ein Wohnort und ein Bauerndorf – nicht die Atommüllhalde der Schweiz.
Der hochradioaktive Abfall von neuen AKW würde die geplante Lagerkapazität beim Tiefenlager Stadel sprengen. Sollte das Lager jedoch vergrössert werden, wären grundsätzlich neue Abklärungen und Bewilligungen nötig. Das wiederum würde den Prozess massiv in die Länge ziehen.
Zugleich müsste der Hauptzugangsstollen für die dereinstige Einlagerung bedeutend länger offengehalten werden – zu erwarten wären nicht mehrere Jahrzehnte, sondern aufgrund der zusätzlichen Einlagerungsmengen durch neue AKW über 100 Jahre.
Das wäre ein erhebliches Sicherheitsrisiko.
Zudem nimmt das Risiko von technischen Fehlern über einen solch langen Zeitraum deutlich zu.
GRÜNE lehnen neue AKW klar ab
Wer wie Bundesrat Rösti neue AKW bauen will, muss also die Endlagerung und die damit verbundenen Risiken unbedingt mitbedenken. Tatsache ist: Trotz der stetigen Beteuerungen der AKW-Betreiber ist weltweit nach über 60 Jahren Atomstrom immer noch kein Tiefenlager in Betrieb. Es bestehen weiterhin grosse Unsicherheiten bezüglich der Langzeitsicherheit. Das darf auch Bundesrat Rösti nicht ausblenden.
Am Standort Stadel sind zudem immer noch Fragen zum Kohlenstoff im Untergrund, zum Grundwasser sowie zu den Tiefengrundwasserströmen im vorgesehenen Lagerperimeter zu klären.
Die GRÜNEN erachten es in hohem Masse für fahrlässig, weiteren hochradioaktiven Atommüll zu produzieren, ohne dass die Fragen der Tiefenlagerung und allenfalls der Rückholung ausreichend geklärt und sichere, betriebsfähige technische Lösungen vorhanden sind. Die GRÜNEN lehnen sämtliche Pläne für neue AKW ab. Mit jedem neuen AKW wächst die Menge an Atommüll und damit auch das langfristige Risiko für kommende Generationen. Sicher ist gegenwärtig nur das Risiko.










