Fluglärm bleibt umstritten – Einsprache erfolgt erneut

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Dielsdorf,

Die Gemeinde Niederhasli legt erneut Einsprache gegen das Betriebsreglement des Flughafens ein und fordert Schutz vor Nachtlärm und bessere Anflugverfahren.

Niederhasli
Gemeindehaus Niederhasli. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Mit einer erneuten Einsprache gegen das Gesuch des Flughafens Zürich um eine Änderung des Betriebsreglements bestätigt der Gemeinderat seine bereits in den Jahren 2014, 2018 und 2019 beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eingereichten Interventionen, berichtet die Gemeinde Niederhasli.

Am 12. Januar 2026 legte die Flughafen Zürich AG die Gesuchsunterlagen betreffend Genehmigung des Betriebsreglements 2014 und 2017 (BR2014/2017) zur öffentlichen Auflage vor.

Nach verlorenen Gerichtsverfahren mussten die Unterlagen überarbeitet werden. Die damaligen Gesuche wurden zusammengelegt und nun unter dem Titel BR14/17 erneut aufgelegt. Der Gemeinderat Niederhasli hat in den Jahren 2014, 2018 und 2019 bereits gegen Gesuche zur Änderung des Betriebsreglements Einsprachen erhoben.

Fokus auf Nachtlärm und sichere Anflugverfahren

Da gegenüber den bisherigen Gesuchen in wesentlichen Punkten keine Verbesserungen zu erkennen sind, hält der Gemeinderat an seinen bisherigen Forderungen fest. Die Einsprache an das Bundesamt für Zivilluftfahrt erfolgte in Koordination mit dem Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (sbfz).

Nachfolgende Forderungen stehen aus Sicht der Gemeinde Niederhasli im Fokus der Einsprache: Es sei nachts kein zusätzlicher Lärm zu bewilligen.

Die letzten Slots seien nachts 15 Minuten früher anzubieten als heute, damit der Flugplan eingehalten werden kann. Heute verspäten sich die lärmigen Starts grosser Interkontinentalmaschinen mit grösster Regelmässigkeit bis in die späte Nacht hinein.

In den Tagesrand- und Nachtstunden dürfen nicht mehr Slots angeboten werden als heute; Die Anzahl Flugbewegungen und damit der Nachtlärm nach 22 Uhr nehmen bereits jetzt laufend zu und reduzieren die Lebens- und Standortqualität in der ganzen Region. Es sollen lärmarme Anflugverfahren eingeführt werden (CDA).

Qualität statt Quantität: Gemeinde setzt auf Lärmschutz

Ebenso wehrt sich der Gemeinderat gegen das Ansinnen des Bundes, mit den geplanten Änderungen am Luftfahrtgesetz und am Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) die unbefriedigende Nachtlärmbelastung nach 23 Uhr zu zementieren.

Schlussendlich erkennen der Gemeinderat und der sbfz die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens. Der Fokus ist jedoch auf die Qualität und nicht auf die Quantität zu legen.

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