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Versiegte Quellen: Helikopter fliegen Wasser auf Alpen

Nau.ch Admin
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Chur,

Während im Tal die Brunnen sprudeln, herrscht auf den Alpen der Stadt Chur akuter Wassermangel. Viehtränken werden per Helikopter und Tankwagen versorgt.

Helikopter mussten in den letzten Wochen Wasser auf Alpen transportieren. Es ist unklar, wer die Hilfsangebote bei grosser Trockenheit koordiniert. (Archivbild)
Helikopter mussten in den letzten Wochen Wasser auf Alpen transportieren. Es ist unklar, wer die Hilfsangebote bei grosser Trockenheit koordiniert. (Archivbild) - KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Die lang anhaltende Trockenheit prägt den Sommer 2026, berichtet die Stadt Chur. Während im Tal die Brunnen sprudeln wird auf den Alpen Wasser zunehmend zur Mangelware und stellt Mensch und Tier vor grosse Herausforderungen.

Trotz der anhaltenden Trockenheit sprudeln die Churer Brunnen weiterhin. Sie werden mit Wasser aus natürlichen Quellen gespiesen und können deshalb auch bei Regenmangel weiterlaufen. Ganz anders präsentiert sich die Situation auf den Alpen der Stadt und der Bürgergemeinde Chur.

Insgesamt werden dort bis zu 1700 Tiere gesömmert. Obwohl in höheren Lagen noch Futter vorhanden ist, leidet auch dort die Vegetation unter der anhaltenden Trockenheit. Besonders kritisch ist die Wasserversorgung: Quellen führen deutlich weniger Wasser oder sind ganz versiegt.

Positiv wirkt sich aus, dass auf den Alpen am Calanda oberhalb von Haldenstein in den vergangenen zwei Jahren in die Wasserversorgung investiert wurde. Neu gefasste Quellen, ein zweckmässiges Leitungsnetz und ein sorgfältiger Umgang mit der Ressource Wasser ermöglichen dort trotz der schwierigen Bedingungen einen geordneten Alpbetrieb. Ohne diese Massnahmen wäre die Situation deutlich angespannter.

Tägliche Transporte

Weniger günstig ist die Lage auf verschiedenen Alpen in Tschiertschen, Praden und Arosa. Auf der Alp Prätsch muss Wasser mit Traktor und Tankwagen zu den Milchkühen transportiert werden. Auf der Mutterkuhalp Prader Joch werden die Tiere täglich zu tiefer gelegenen Tränken getrieben.

Besonders betroffen ist die Jungviehalp Gürgaletsch. Dort sind natürliche Quellen stark zurückgegangen oder vollständig versiegt. Damit die rund 150 Tiere weiterhin versorgt werden können, musste die Herde aufgeteilt werden. Zusätzlich wird Wasser mit dem Helikopter auf die Alp geflogen – eine aufwendige Notlösung, die nur in Ausnahmefällen eingesetzt wird.

Die Abteilung Wald und Alpen der Stadt Chur arbeitet deshalb laufend daran, die Infrastruktur und insbesondere die Wasserversorgung auf den Alpen weiter zu verbessern. Langfristig sollen zusätzliche Quellfassungen und Leitungen die Versorgung sichern und den Einsatz von Wassertransporten minimieren.

Trockenheit belastet Natur und Landwirtschaft

Eine nachhaltige Entspannung der Situation kann jedoch nur anhaltender Regen bringen. Was für viele ein traumhafter Sommer ist, bedeutet für die Natur sowie für die Land- und Alpwirtschaft eine enorme Belastung. Die Folgen der Trockenheit werden noch lange sichtbar bleiben.

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