Kanton Graubünden: 200'000 Franken für die Bündner Wirtschaftsgeschichte
Der Kanton Graubünden unterstützt eine Gesamtdarstellung seiner wirtschaftlichen Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert. Erscheinen soll das Werk im Herbst 2030.

Die Regierung unterstützt das Projekt «Wirtschaftsgeschichte Graubünden» mit einem Kantonsbeitrag in der Höhe von 200'000 Franken. Damit kommt sie einem entsprechenden Gesuch des Instituts für Kulturforschung Graubünden nach, welches im Rahmen des Projekts eine Gesamtdarstellung der wirtschaftlichen Entwicklung des Kantons seit dem 19. Jahrhundert erstellen wird. Die Gesamtkosten für die Durchführung der Forschungsarbeiten sowie für die Entwicklung und den Betrieb der Webseite (Projektplattform) belaufen sich auf 600'000 Franken.
Die Wirtschaftsgeschichte Graubündens ist bislang nur in Teilbereichen systematisch erforscht. Zwar liegen zahlreiche Einzelstudien zu Themen wie Tourismus, Verkehr, Wasserkraft, Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie, Migration oder Bauwirtschaft vor; eine moderne, epochenübergreifende Gesamtdarstellung der wirtschaftlichen Entwicklung des Kantons seit dem 19. Jahrhundert fehlt jedoch bis heute.
Genau hier setzt das geplante Projekt an. Es untersucht die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Graubünden vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf das ausgehende 19. sowie das 20. Jahrhundert. Ziel ist es, zentrale Lücken der wirtschaftshistorischen Forschung zu schliessen und neue Perspektiven auf die Entwicklung des Kantons zu eröffnen.
Das Projekt wurde 2025 anlässlich des Jubiläums «125 Jahre Bündner Gewerbeverband» initiiert. Die inhaltliche Erarbeitung erfolgt bis Ende 2029/Frühjahr 2030. Die Publikation des Werks ist für den Herbst 2030 vorgesehen.










