FH Graubünden gewinnt mit Rekord-Brücke
Mit 1,615 Tonnen Traglast siegt ein Team der FH Graubünden beim Brückenbau-Wettbewerb. 60 Stunden Arbeit stecken in der Konstruktion aus Glacéstäbchen.

Wie die FH Graubünden mitteilt, überzeugte das Team der FH Graubünden beim nationalen Brückenbau-Wettbewerb des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) mit einer aussergewöhnlich belastbaren Konstruktion. Die Brücke aus Glacéstäbchen und Leim hielt einer Last von 1,615 Tonnen stand.
Den Sieg in der Kategorie «Maximallast» errangen Jan Krawczyk, Bachelorstudent im 6. Semester Bauingenieurwesen an der FH Graubünden, und Yasin Akkus, Masterstudent im 2. Semester an der OST sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH Graubünden.
60 Stunden Freizeit investiert
In einem ersten Schritt entwickelte das Team die Konstruktion am Computer. Auf dieser Basis entstand das Modell aus den vorgegebenen Materialien.
«Wir legten unseren Fokus bewusst auf das statische System mit dem Ziel, eine möglichst hohe Traglast zu erreichen», erklärt Yasin Akkus. Insgesamt investierten die beiden rund 60 Stunden ihrer Freizeit in die 1,5 Kilogramm schwere Brücke.
Mitte März präsentierten sie ihr Projekt im Kongresshaus Biel. «Der Gewinn in der Kategorie ‹Maximallast› motiviert mich, im nächsten Jahr den Gesamtsieg anzustreben», ergänzt Jan Krawczyk.
Kreativer Brückenbau mit Glacéstäbchen
Lernende aus den Berufen Zeichner und Zimmermann sowie Fachhochschulstudierende waren zum 6. Mal aufgerufen, eine Brücke ausschliesslich aus Glacéstäbchen und Leim zu bauen. 38 Teams aus der ganzen Schweiz stellten sich in verschiedensten Kategorien dieser Herausforderung.
«Der Erfolg auf einer nationalen Bühne macht mich stolz. Solche Wettbewerbe fordern unsere Studierenden heraus, die stabilste, effizienteste und innovativste Lösung zu entwickeln – oft unter Zeitdruck. Damit bereiten sie sich optimal auf die Anforderungen der Praxis vor», sagt Prof. Plácido Pérez, Studienleiter Bauingenieurwesen.
Wer hier bauen kann, kann überall bauen
Im Bachelorstudium Bauingenieurwesen der FH Graubünden konzipieren, entwerfen und planen die Studierenden Bauwerke des Hoch-, Tief-, Verkehrswege- und Wasserbaus.
Sie vertiefen sich im konstruktiven Ingenieurbau oder im alpinen Infrastrukturbau sowie Naturgefahren und werden Bauingenieure mit international gefragten Kompetenzen zum Bauen im alpinen Raum.
Dieses interdisziplinäre Studium wird im Vollzeit- und Teilzeitmodus sowie als praxisintegriertes Bachelorstudium für gymnasiale Maturanden angeboten.






