Neue taktil-visuelle Bodenmarkierungen im Bereich des Busbahnhofs in Cham sorgen für mehr Sicherheit für blinde und sehbehinderte Personen.
Taktil-visuelle Bodenmarkierungen am Busbahnhof Cham. - Gemeinde Cham

Seit Anfang September 2021 erhöhen sogenannte taktil-visuelle Leitlinien die Sicherheit für blinde und sehbehinderte Personen. Diese Bodenmarkierungen ermöglichen eine lückenlose Führungskette zwischen Bahnhof und Busbahnhof Cham.

Das neue Leitliniensystem wurde in enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle Sehbehinderung Zentralschweiz, der SBB und dem Amt für Raum und Verkehr des Kantons Zug definiert. Im Strassenverkehr sind Fussgänger häufig auf ein schnelles Wahrnehmungs-, Einschätzungs- und Reaktionsvermögen angewiesen.

Beeinträchtigte Personen, insbesondere sehbehinderte und blinde, sind in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit eingeschränkt. Klare Orientierungselemente sind daher ausschlaggebend für ihre Selbständigkeit und Mobilität.

Eine bessere Orientierung innerhalb des Busbahnhofareals

Im Bereich des Busbahnhofs Cham fehlten bisher entsprechende taktil-visuelle Leitlinien. Diese sind nun ausgeführt und sorgen mit sogenannten Aufmerksamkeitsfeldern für eine bessere Orientierung innerhalb des Busbahnhofareals. Zusätzlich ermöglichen Einstiegsmarkierungen auf den Busperrons die geeignete Einstiegsposition in die verschiedenen Linienbusse.

«Es ist uns ein grosses Anliegen, im öffentlichen Raum niemanden aufgrund einer beeinträchtigten Mobilität auszugrenzen», betont Gemeinderat Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit der Einwohnergemeinde Cham. «Deshalb schätzen wir die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen involvierten Stellen sehr und sind froh, diesbezüglich gemeinsam einen weiteren wichtigen Beitrag leisten zu können.»

Sicherheit wurde unkompliziert und effektiv erhöht

Gleichzeitig mit den Arbeiten im Bereich des Busbahnhofs hat die SBB ihr Leitliniensystem beim Perron 1 fertiggestellt. Damit habe man eine umfassende Orientierungshilfe für blinde und sehbehinderte Menschen geschaffen, erklärt Mattia Forni von der SBB: «Die Sicherheit und Zufriedenheit aller Kunden liegt uns am Herzen. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Kanton Zug und der Gemeinde Cham haben wir ein optimales Resultat erzielt, das einen wichtigen Mehrwert für blinde und sehbehinderte Menschen mit sich bringt.»

Auch für Regierungsrat Florian Weber ist die Umsetzung der taktil-visuellen Leitlinien bedeutend: «Wir tauschen uns regelmässig mit den betroffenen Organisationen in Sachen hindernisfreies Bauen und Planen aus. Dass nun die Sicherheit für blinde und sehbehinderte Personen bei der Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Cham im Verbund aller Seite Verantwortungsträger unkompliziert und effektiv erhöht werden konnte, freut mich sehr», so der Baudirektor abschliessend.

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