Trotz starkem Schlussdrittel: Skorps unterliegen Jets
Der Champions Day in Zollbrück begeisterte mit Ehrungen und Aktionen. Sportlich unterlag Skorpion Emmental den Kloten-Dietlikon Jets trotz starkem Finish 3:5.

Wie UHV Skorpion Emmental mitteilt, zeigt sich das Team innovativ in dieser Saison, alles wird unternommen, um die zuletzt arg angeschlagene Vereinskasse zu sanieren, ein cooler Thementag «jagt» den nächsten, dazu diverse Sonderaktionen wie zum Beispiel Skorps Schoggihäsli…
Somit war der 10. Januar nicht nur Start ins neue Unihockeyjahr, sondern eben auch in den Champions Day… Beim LUPL-Spiel wurden noch einmal die Weltmeisterinnen beider Teams geehrt.
Der WM-Pokal und unsere tollen Sponsoren waren zu Gast und last but not least wurde gleich viermal ein Spiel angepfiffen.
Jets zünden früh den Turbo
Die Jets zu Gast bei den Skorps, hiess jeweils die Herausforderung, und zum Dessert dann am Abend noch der Cup-Halbfinal des Kleinfeld-Teams … leider konnten die spielerischen Leistungen der Emmentaler Teams oft nicht ganz mit der organisatorischen Leistung des Rahmenprogramms mithalten.
Dafür, dass die LUPL-Skorpioninnen sich in der Tabelle etwas komfortabler einrichten wollten und nicht zuletzt ein gutes Gefühl fürs anstehende Cup-Halbfinale gegen Burgdorf auf dem Feld zu holen wäre, war es ein seltsam passiver Start ins Spiel beider Teams, gerade aber der Grün-Schwarzen… so recht fand «Frau» nicht ins Spiel, wenn, dann zündeten die Fliegerinnen mit ihrer ersten Linie den Turbo.
Töndury hatte vor allem gegen Metzger, Wick und der finnischen Topscorerin Piispa einiges zu tun. Da diese aber nicht trafen und so langsam aber sicher auch die Skorps in die Gänge kamen, reichte der eine mit Überzeugung gefahrene Konter des Duos Thomi/ Gerber doch tatsächlich zur etwas glücklichen Pausenführung.
Meisterinnen zeigen ihre Klasse
Das Glück machte dann aber nicht mehr mit im Mitteldrittel. Im Dreiminutentakt glichen die Klotener Meisterinnen zuerst durch die bereits erwähnte und später zur besten Spielerin ausgezeichnete Metzger aus, ging durch drei Linien Fliegerin Hofmann in Führung und setzte mit Schweden Rückkehrerin Zwissler gleich noch einen drauf!
Eine Antwort wollte den bemühten, aber glücklosen Gastgeberinnen nicht gelingen, setzte doch in der 37. Minute Lea Suter mit einer gekonnten Einzelleistung und dem vierten Tor diesem gebrauchten Drittel den Deckel auf.
«Holä mer ömu das Drittu no», war eine der Devisen, die die Bernerinnen sich fürs letzte Drittel vornahmen, indes Metzger schien da nicht mitmachen zu wollen und stellte kaum, ging es wieder los, gar auf 1:5…
Powerplay ohne Durchschlagskraft
Und dann plötzlich war das Heimteam da, drückte und dank Alyssa‘s Doppelpack innerhalb von 80 Sekunden zum 3:5 war wieder alles möglich. Unter anderem Marla Siegenthaler verpasste das 4:5 denkbar knapp!
So setzten die Skorps alsbald alles auf eine Karte und ersetzten Töndury bald durch eine zusätzliche Spielerin, was aber, wie bereits ein Powerplay vorher im Spiel, nicht so recht powern konnte.
Das Drittel gewann man tatsächlich, wie schon das erste, hatte gar den einen oder anderen Abschluss mehr als unser Gast, aber gegen die Champions aus dem Osten reicht es auch am Champions Day nicht. Wenn man das eine Drittel, das man verliert, gleich 0:4 weggibt.
Lehrreiche Niederlage gegen den Favoriten
Da gilt es zu lernen, können wir doch mit jedem Team mithalten, aber gegen die Topteams ist ein Nachlassen, eine gewisse mentale Trägheit nicht drin und endet in einer Lektion und der zweiten Niederlage gegen den Meisterschaftsfavoriten. Eigentlich schade, irgendwie wurde man das Gefühl nicht los, dass da mehr möglich gewesen wäre…
Apropos Gefühl, irgendwo ganz weit hinten unten kribbelte wohl dann auch das Knallerspiel des Folgetages im Magen. Wer will’s ihnen verdenken, sind auch die Ladys nur Menschen, aber tolle und grossartige Unihockey-Spielerinnen, was der nächste Tag eindrücklich beweisen wird …






