Lyssach

Lyssach BE: Thörigen und Wattenwil holen die ersten Hörner

Am Sonntag kämpften am Interkantonalen Hornusserfest in Lyssach BE die 1. und 2. Stärkeklasse um Hörner, Kränze und Auszeichnungen.

Lyssach BE
Jörg Erni von Gondiswil A gewann das Einzelschlagen der 1. Stärkeklasse mit 144 Punkten. - zVg

Das OK von Lyssach machte schon im Vorfeld auf sich aufmerksam, indem sie den Kreisel unmittelbar vor dem Festgelände schmückten. Die überdimensionalen Schindeln sowie der Bock waren schon von weitem zu sehen. Die Zuschauer durften sich auf spannende Wettkämpfe der 1. und 2. Stärkeklasse freuen.

Es war zwar nur eine NLA-Mannschaft anwesend, jedoch viele Topmannschaften aus der NLB, welche in der 1. Stärkeklasse antraten. Auch bei den Einzelschlägern war eine breite Spitze anwesend.

Die Organisatoren von Lyssach haben sich entschieden, die beste Frau pro Spieltag ebenfalls auszuzeichnen. Dies ist im aktuellen Reglement freiwillig und dem Veranstalter überlassen, ob er dies machen will oder nicht. Wer am Sonntag in Lyssach den Spielfeldern entlang unterwegs war, hat in der 1. sowie der 2. Stärkeklasse einige Frauen im Einsatz gesehen.

Im Ries stachen immer wieder Frauenstimmen aus der Masse heraus, welche ihrem Team die heranfliegenden Hornusse meldeten. Mit Shannon Krummen Thörigen A und Tatjana Held Gondiswil A waren zwei der aktuell besten Frauen anwesend. Auch hier durfte man gespannt sein, wer sich durchsetzen wird.

Die Windverhältnisse waren nicht den ganzen Tag gleichbleibend. Kurz vor Schluss gab es noch einige Böen, welche Schirme aus ihren Halterungen lösten. Auch die wechselnde Bewölkung verlangte von den Mannschaften im Ries Anpassungsfähigkeit.

Mättenwil-Brittnau A überzeugte in der 1. Stärkeklasse mit ihrer Schlagleistung. Die ersten 16 hatten alle zwischen 93 und 126 Schlagpunkte, was zu einem Total von 1’719 Punkten führte. Leider mussten sie sich auf der Zielgeraden noch eine 4 unterstreichen lassen, was sie den Festsieg kostete.

Das erste Horn blieb aber mit Thörigen A 1’618 Punkte in den Händen vom OZHV. Sinneringen-Vechigen A 1’570 Punkte konnte nach ihrem Abstieg in die NLB mit dem 2. Rang ein versöhnlicher Abschluss der Saison feiern. Auf den weiteren Hornrängen klassierten sich Hettiswil-Eintracht-Moosseedorf A 1’533 Punkte und Krauchthal-Hub A 1’518 Punkte.

Jörg Erni Gondiswil A legte bereits im Anhornussen mit den Streichen 22 und 23 vor. Er drehte am Nachmittag erneut auf und liess sich mit dem Total von 144 Punkten die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Dominik Howald Thörigen A hatte am Morgen noch einen kleinen Materialschaden und steigerte sich ebenfalls.

135 Punkte reichten für Rang 2. Zu ihnen gesellten sich Sven Hauswirth Sinneringen-Vechigen A 131 Punkte. Bester Nachwuchshornusser wurde Julian Grütter Höchstetten B mit 74 Punkten. Der letzte Kranz wurde mit 97 Punkten und die letzte Zeitauszeichnung mit 85 Punkten abgegeben.

In der 2. Stärkeklasse fanden sich am Abend die Favoriten an der Spitze der Rangliste wieder. Dafür war nicht nur eine gute Schlagleistung, sondern auch eine gute Teamarbeit im Ries notwendig. 7 der 20 angetretenen Mannschaften konnten ihr Ries über den gesamten Tag sauber halten.

Wattenwil A zeigte eine sehr solide Schlagleistung, mit nur wenigen Streichen unter dem 10er. Mit 1’536 Punkten durften sie sich über den Sieg freuen. Sie verwiesen Rohrbachgraben A 1’496 Punkte auf den 2. Rang.

Das dritte Horn durfte Tägertschi-Häutligen 1’422 Punkte in Empfang nehmen. Ebenfalls ein Horn an die Fahne hängen konnte das viertplatzierte Messen 1’384 Punkte.

Simon Oberer Tenniken überzeugte mit seiner bekannten Regelmässigkeit und den Streichen 21, 21, 22, 20, 21, 21 total 126 Punkte. Dieses Resultat sicherte ihm den Sieg. Florian Ruch Diessbach bei Büren, welcher zu den Favoriten gehörte, sicherte sich mit 121 Punkten den 2. Rang.

Als Dritter schaffte Christian Moser Schlosswil-Gysenstein den Sprung auf das Podest. Für das Siegerfoto durfte sich Adrian Krebser Gossau A 58 Punkte als bester Nachwuchshornusser ebenfalls parat machen. Für den Kranz wurden mindestens 95 Punkte und die Zweitauszeichnung deren 83 Punkte benötigt.

Über den Preis als beste Frau durfte sich Shannon Krummen Thörigen A freuen. Nebst dem Erinnerungspreis sicherte sie sich zusätzlich die Medaille.

Nun gilt es für die Helferinnen und Helfer und Hornusserinnen und Hornusser sich zu erholen, bevor es am nächsten Wochenende an den Verbandsfesten ernst gilt. Alle hoffen darauf, dass das Wetter etwas kühler sein wird, denn die warmen Temperaturen haben doch einigen zugesetzt.

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