Leistungszentrum Paradisli: Wizards hoffen auf grünes Licht

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Unteres Emmental,

Das geplante Leistungszentrum Paradisli für Unihockey und Badminton stösst beim Kanton Bern weiter auf Hürden. Dennoch halten die Wizards am Projekt fest.

Unihockey
Unihockey. (Symbolbild) - Unsplash

Am geplanten nationalen Leistungszentrum Paradisli in Kernenried/Lyssach wurde in den vergangenen Jahren viel und fundiert im Hintergrund gearbeitet, aber die fehlende Unterstützung seitens Kanton zu diesem bedeutenden Vorhaben ist in der breiten Öffentlichkeit wie auch bei den Trägergemeinden unverständlich, berichten die Wizards Bern Burgdorf.

Seit dem Start des Projektes 2019 und den zwei Voranfragen 2022 und 2024 beim Kanton Bern muss, das aus Vereins- und Projektsicht frustierenderweise so gesagt werden. Nach der ersten ablehnenden Beurteilung wurde das Projekt umfassend überarbeitet.

Dabei wurden gemäss dem nationalen Sportanlagenkonzept von swiss unihockey und swiss badminton zusätzliche Nachweise zur nationalen Bedeutung, zur Standortgebundenheit sowie zu den vorgesehenen Ersatzmassnahmen für die erforderliche Waldrodung erbracht.

Fachstellen beurteilen Vorhaben positiv

Im Rahmen der zweiten kantonalen Voranfrage 2024 gingen die Stellungnahmen von insgesamt 18 beteiligten Fachstellen ein. 17 Fachstellen beurteilten das Projekt positiv.

Einzig das kantonale Amt für Wald hält weiterhin an seiner ablehnenden Haltung fest und stellt insbesondere die Standortgebundenheit sowie die nationale Bedeutung des Vorhabens in Frage. Nach Ansicht des Projektteams und den beiden Verbände sowie der beigezogenen Rechtsexperten wurden diese Punkte jedoch umfassend und nachvollziehbar nachgewiesen.

Für das Projekt sprechen gewichtige Argumente. Das Leistungszentrum ist Bestandteil des Nationalen Sportanlagenkonzepts (NASAK) des Bundes und seine nationale Bedeutung wird vom Bundesamt für Sport über die beiden Verbände swiss unihockey und swiss badminton anerkannt.

Mehr als eine Sporthalle

Geplant ist ein modernes Kompetenzzentrum für Unihockey und Badminton im Schweizer Mittelland. Neben einer Multifunktionshalle sollen Trainings-, Ausbildungs- und Gesundheitsangebote entstehen. Das Gesamtprojekt würde zudem neue Arbeitsplätze schaffen und die regionale Entwicklung stärken.

Breite Unterstützung erhält das Vorhaben von den Standortgemeinden Kernenried, Lyssach wie auch Rüdtligen-Alchenflüh, von zahlreichen politischen Vertretungen auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene sowie vom Berner Grossen Rat.

Die Gemeinden haben bereits Vereinbarungen für die nächsten Planungsschritte getroffen und bekräftigt, die erforderlichen Umzonungsverfahren über ein ordentliches Planerlassverfahren aktiv voranzutreiben.

Nächster Schritt liegt bei den Behörden

Juristisch steht insbesondere die Frage im Zentrum, ob die Voraussetzungen für eine Rodungsbewilligung erfüllt sind. Aus Sicht Projekt fällt die rechtliche Einschätzung dabei positiv aus.

Nach Auffassung der beigezogenen Experten sprechen die vorliegenden Nachweise sowohl für die nationale Bedeutung als auch für die Standortgebundenheit des Projekts. Es ist aktuell der einzig mögliche und realistische Standort, um so ein Projekt in dieser Region in den nächsten 5 bis 7 Jahren realisieren zu können.

Zudem sind Ersatzaufforstungen mit einer Verbesserung zur Umweltbilanz in der Region in Aussicht. Entscheidend wird letztlich die Interessenabwägung der zuständigen Behörden AGR sein.

Zuversicht trotz offener Bewilligungen

Die Wizards Bern Burgdorf aber auch Reto Luginbühl, Präsident des Partnervereins SV Wiler-Ersigen, sind weiterhin zuversichtlich, dass mit der nötigen politischen Unterstützung, der breiten regionalen Verankerung und den vorliegenden fachlichen und rechtlichen Grundlagen weiterhin gute Chancen bestehen, dass die erforderlichen Bewilligungen über das bevorstehende Planerlassverfahren eingeholt werden können.

Sollte der Kanton Bern beziehungsweise das AGR das Projekt schlussendlich ablehnen, wäre dies angesichts der nationalen Bedeutung, der breiten politischen Unterstützung und der positiven Beurteilung durch nahezu alle Fachstellen für viele Bürgerinnen und Bürger weder nachvollziehbar noch verhältnismässig.

Unihockey benötigt bessere Rahmenbedingungen

Unihockey braucht als zweitgrösste Sportart der Schweiz ausreichend Trainings- und Matchkapazitäten. Das Projekt Paradisli als nationales Leistungszentrum ist ein wichtiger Beitrag zur weiteren Entwicklung des Sports in der Region und darüber hinaus.

Seitens Wizards ist aber auch klar, dass es neben den knappen Hallenressourcen der Gemeinden und auch bei einer erfolgreichen Umsetzung des Projekts Paradisli, bereits in naher Zukunft Hallenkapazitäten benötigt, um ausreichend Trainingsmöglichkeiten anbieten zu können.

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