Playoffs

Heimrecht verpasst: Skorps stolpern kurz vor den Playoffs

UHV Skorpion Emmental unterliegt Chur United auswärts 3:5 und vergibt damit die Chance auf das Heimrecht im Viertelfinal. Die Quali beenden sie auf Rang fünf.

Unihockey
Unihockey. (Symbolbild) - Unsplash

Wie UHV Skorpion Emmental mitteilt, reiste das Fanionteam am verregneten Samstag ins Bünderland zu Chur United, um das Heimrecht in der anstehenden Viertelfinal-Serie auszuknobeln. Geknobelt wurde viel und erfolglos, Chur sichert sich das Heimrecht und für die Skorps steht vor der letzten Runde bereits fest, dass sie die Qualifikation auf dem fünften Rang beenden werden.

Das unterhaltsame Team-Autonummern-Lotto auf der Hinfahrt machte den Stau erträglich, brachte einzelne Teammitglieder zu umjubeltem Süssigkeiten-Reichtum und für andere begann der Frust dieses Samstags bereits auf der Hinfahrt.

Alles also angerichtet für ein abwechslungsreiches Auf und Ab in der neuen Fortuna-Halle, die wahrscheinlich aktuell schönste Heimhalle im Schweizer Unihockey.

Emotionales Comeback von Corin Haldemann

Die erste erwähnenswerte Situation stammt aus der zehnten Minute, als Hanimann reflexartig ohne die abgebrochene Schaufel spielen wollte und prompt zwei Minuten auf die Strafbank wanderte. Schon fast selbstverständlich, dass das Zollbrücker Boxplay dicht hielt und darauf Hanimann mit einer neuen Schaufel zur Führung traf. Kurz vor der Pause glich Weltmeisterin Faisst nach einem Ein-Frau-Konter (mit ihrer Stamm Schaufel…) aus.

Im zweiten Drittel verstanden es die Gastgeberinnen gut, das Spielfeld langzumachen und so immer wieder gegen das hohe Skorpioninnenpressing auszulösen und zu Chancen zu kommen. Wyss veredelte einen solchen Spielzug nach 5 Minuten zur Bündnerinnen-Führung.

Selbstverständlich wird hier noch eine Hommage ans Comeback von Youngsterin Corin Haldemann geschrieben: Sie spielte die ersten 30 Minuten nach einer über 400-tägigen Verletzungspause wieder und liess ihre Klasse mit prüfenden Schüssen auf Schlussfrau Florin (die übrigens brilliant aufgelegt war) aufblitzen.

Schwacher Start ins Schlussdrittel

Das ganze Team freut sich auf weiteren Augenschmaus der Ausnahmekönnerin! Nach 30min wurde sie durch Selma Bergmann ersetzt, die ungefähr 1,5 Ballberührungen brauchte, bevor sie nach toller Vorarbeit von Marti zum Ausgleich traf.

Doch wieder hatte Faisst das letzte Wort in diesem Drittel: Ihrem Führungstreffer gingen gleich mehrere kleine Fehler in der Zollbrücker Abwehr voraus.

Die Geschichte des Schlussdrittels ist leider schnell erzählt: Leicht fehlende Aggressivität in der Defensive und Bemühungen, aber auch Mühe mit Ball auf Seite der Gäste brachten ihnen in den ersten schwachen fünf Minuten eine 2:5 Hypothek ein.

Und obwohl Siegenthaler nach ansehnlichem Linienspielzug auf 3:5 verkürzte, mochte auch das Schlussfeuerwerk mit sechs Feldspielerinnen die Niederlage nicht mehr abwenden.

Alles bereit für die Viertelfinals

So geht das Heimrecht für die anstehende Viertelfinalserie an Chur United. Die Ausgangslage präsentiert sich aber durchaus ausgeglichen, nach den drei Direktbegegnungen (Hin- und Rückspiel und Cup-Viertelfinal) steht es 2:1 für die Skorps. Eine spannende Affiche in den Playoffs bahnt sich an!

Apropos Cup: Nächsten Samstag steigt um 16 Uhr das grosse Highlight in Kriens, wo die Skorpioninnen gegen Zug United um den prestigeträchtigen Cuptitel spielen werden. Und wie heisst es so schön: Verpatzte Generalprobe führt zu gelungener Folgeshow!

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