In Heimiswil beantragt der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit über 145'000 Franken zur Erneuerung der EDV-Anlage an der Gemeindeversammlung.
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Eine Person arbeitet an einem Laptop (Symbolbild). - Keystone

Wie die Gemeinde Heimiswil mitteilt, muss die Hard- und Software der Gemeindeverwaltung durch eine neue, den heutigen Anforderungen entsprechende Hard- und Software ersetzt werden. Die heutige Hardware-Lösung eines Servers im Gemeindegebäude ist aufgrund neuer Anforderungen (zum Beispiel durch das Homeoffice) und veralteter Datensicherungsmethoden nicht mehr zeitgemäss und bildet ein Sicherheitsrisiko.

Zudem entspricht der IT-Raum in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen (um Beispiel durch die fehlende Klimaanlage). Die Software die heute im Einsatz ist, wurde grundsätzlich für die Privatwirtschaft entwickelt und ist für den Einsatz in der Gemeindeverwaltung nicht mehr ausreichend.

Aufgrund des Alters der Anlage und der nicht ausreichenden Software werden zudem die Unterhaltskosten jährlich höher. Die Gemeindeverwaltung sowie der Gemeinderat haben die Anforderungen an die neue IT-Lösung definiert und Offerten zur Erneuerung der Hard- und Software eingeholt.

Gute Referenz

Dabei wurde festgestellt, dass ausschliesslich das Gesamtangebot der Talus Informatik AG diese erfüllen kann. Im Kanton Bern ist die Lösung nest/Abacus/CMIAXIOMA die am weitesten verbreitete Softwarelösung aus dem Hause Talus.

Mehrere Gemeinden im Verwaltungskreis Emmental haben den Wechsel auf diese Gemeindesoftware gemacht: Wynigen, Oberburg, Lützelflüh, Lauperswil, Signau, Langnau, Hindelbank, Kirchberg, Utzenstorf, Dürrenroth, Bätterkinden, Rüdtligen-Alchenflüh, Sumiswald und die Stadt Burgdorf.

Ausserdem haben die Angestellten der Gemeindeverwaltung bereits bei früheren Arbeitgebern mit dieser Lösung gearbeitet und eine gute Referenz abgegeben, was die Umstellung massiv vereinfacht.

Der im Gemeindehaus installierte Server und die PC Arbeitsplätze sind ebenfalls in die Jahre gekommen und müssen ersetzt werden. Die Talus Informatik AG betreibt ein eigenes, zertifiziertes Gemeinderechenzentrum in Wiler bei Seedorf, an welchem bereits über 100 Städte und Gemeinden angeschlossen sind.

Kosten können fix budgetiert werden

Eine IT-Gesamtlösung aus einer Hand, welche auch einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Programme ermöglicht, ist aus Sicht des Gemeinderates sinnvoll und notwendig. Durch diese Investition können die Verwaltungsangestellten und die Gremienmitglieder auf moderne und sichere Lösungen zu greifen.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht zahlt sich der Wechsel der Betriebsvariante von der «im Haus» Lösung zur «Outsourcing» Lösung aus, da nicht alle fünf bis sechs Jahre der Server gewechselt werden muss, was hohe Investitionen auslöst (circa 50‘000 Franken ). Im Outsourcing-Modell können die wiederkehrenden Kosten fix budgetiert werden.

Jährliche Abschreibungen von 29‘000 Franken

Der neue IT-Partner, die Talus Informatik AG, würde die Gesamtverantwortung für die Installation und den Betrieb der Gemeindeprogramme übernehmen.

Auf fünf Jahre gesehen belaufen sich die totalen wiederkehrenden Kosten bei der neuen Variante (Talus und Rechenzentrum) ungefähr im Bereich der bisherigen Kosten, da nicht alle fünf Jahre neue Geräte angeschafft werden müssen. Es müssen jährliche Abschreibungen von 29‘000 Franken über fünf Jahre getätigt werden.

Antrag des Gemeinderates

Der Gemeinderat Heimiswil beantragt der Gemeindeversammlung, einen Verpflichtungskredit über 145‘000 Franken für die Erneuerung der EDV-Anlage beziehungsweise die Neuanschaffung der Software und der Auslagerung des Rechenzentrums zu genehmigen und den Auftrag an die Talus Informatik AG zu erteilen.

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