1:6-Pleite: Bitterer Auftakt für Skorps im Emmentaler Derby

Der UHV Skorpion Emmental gerät früh ins Hintertreffen und findet gegen die Wizards Burgdorf nicht mehr zurück ins Spiel – am Ende steht eine 1:6-Niederlage.

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Unihockey. (Symbolbild) - Unsplash

Wie der UHV Skorpion Emmental berichtet, erwischten die Skorps im Playoff-Spiel gegen die Wizards Burgdorf einen schwachen Start und lagen nach einem einseitigen ersten Drittel bereits deutlich zurück.

Trotz Bemühungen und Chancen gelang es ihnen nicht, ins Spiel zurückzufinden, während Burgdorf effizient blieb und den Vorsprung ausbaute. Am Ende setzte sich Burgdorf klar mit 6:1 durch, wobei den Skorps vor allem die Durchschlagskraft fehlte.

Geschichte 1, Drittel 1: Es gingen Gerüchte durch die Halle, die junge, quirlige Ilse Stoffers, niederländische Nationalspielerin und stetiger Gefahrenherd der Gegnerinnen im Playoff-Halbfinale, also der Wizards aus Burgdorf, hätte es sich im Slot gemütlich gemacht, sich regelrecht eingenistet … Doch der Reihe nach!

Burgdorf legt furios los

Man war im Emmental durchaus zufrieden mit dem Gegner in der Serie! Vom Reisen hatte man nach dem Viertel-Final Fight gegen Chur genug, Burgdorf, ist gleich ums Eck und bringt viele Zuschauer. Natürlich sind die Frauen vom Tor zum Emmental auch sehr stark und voller Selbstvertrauen, da machten die Skorps sich nichts vor. Qualisieg und Sweep im Viertelfinale, sprechen für sich.

Man war sich sicher, gewappnet zu sein, «ready to go», auf Seiten der Grünen … Nun, dem Zuschauer fiel dies wohl schwer zu glauben, Burgdorf kam, «motorte» und war überall etwas schneller als die Gäste aus Zollbrück, nicht zuletzt auch im Kopf, was dazu führte, dass nicht nur in der Ecke der Ball verloren ging, sondern in der Mitte vor dem Tor auch noch Jolanda Maurer vergessen ging, 1:0 nach nicht einmal drei Minuten.

So oder so ähnlich ging es weiter. Die Skorps kamen nicht zu spielen, zu ungenau und zögerlich ihre Versuche, viel Power und Überzeugung auf der Gegenseite. Es entwickelte sich ein einseitiges Drittel, das 4:1 an Burgdorf ging.

Skorps finden keine Antwort

Das zwischenzeitliche 3:1 von Marti hatte kaum Einfluss aufs Spiel, Burgdorf powerte einfach weiter und erzielte, wie erwähnt, auch noch das 4:1, durch eben jene Stoffers, die mit ihrem Tor das erste Drittel ziemlich zusammenfasste.

Ewig stand Stoffers beim Freistoss dort, und doch interessierte sich niemand für sie. Auch nach drei Stationen vor ihrem Abschluss stand sie noch dort, frei und unbehelligt, danke sagend, so «gemütlich» abschliessen zu können …

Der Kaltstart der Gäste war perfekt, Stoffers und ihre Burgdorferinnen hatten alles im Griff.

Skorps hoffen vergeblich auf Wende

2. Drittel, 2. Geschichte. Playoffs würden ja den Boden geben, um etwas Härte und Emotionen zu säen, vor allem, wenn man wie die Skorps einen absoluten Kaltstart hingelegt hat. Eine Wende, eine Geschichte, wie sie nur die Playoffs schreiben.

Das hatte man sich vorgenommen … Indes, heute nicht, sämtliche Versuche der Skorps etwas zu «sähen», scheitern an Burgdorf, an Torhüterin Greber, aber auch an sich selber. Zu viele Spielerinnen auf Zollbrücker Seite waren nicht in «Normalform» – von hinten bis ganz vorne.

Frau wollte, aber es «wollte» eben nicht! Trotz Chancen trafen die Skorps nicht mehr bis zum Schluss. Anders die Hausherinnen: Insgesamt sechs Mal wurde gejubelt, unter anderem traf auch Aggressiv-Leaderin Kyburz, wieder mit einem vermaledeiten Bubentrick, das ärgerte nicht nur Thöndury, änderte aber auch nichts an der Tatsache, dass der Qualisieger den Cupfinalisten ziemlich das Heu «idaa het».

Selbstkritische Stimmen nach der Partie

Geschichte 3 schreibt des Coaches-Frau, sich selber als Nicht-Expertin bezeichnend, fasste sie einiges, was uns so beschäftigte nach diesem Spiel passend zusammen: Als gefragt wurde, ob man etwas umstellen müsse, antwortete ein weiterer Nicht-Experte, er sähe gerne jene Spielerin einmal neben den Topshots der ersten Linie…

Treffend bemerkte dann eben jene Beobachterin: «Topshots? Habe sie heute keine gesehen» … Natürlich haben die Skorps welche, und ja, heute waren sie auf Tauchstation. Soll das eine lange spannende Serie werden, müssen sie aber bald wieder auftauchen, am besten schon am Montag, wenn’s weitergeht, im Emmentaler Derby!

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