Die Arbeitsgruppe Interkommunale Zusammenarbeit reicht am Freitag eine Behördeninitiative zur Neuorganisation des Kantons Zürich ein.
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Blick in den Regierungsratssaal des Kantons Zürich. (Symbolbild) - Keystone

Die Arbeitsgruppe Interkommunale Zusammenarbeit reicht am Freitag eine Behördeninitiative zur Neuorganisation des Kantons Zürich ein: Statt 12 solle es künftig nur noch 10 Bezirke geben, die deckungsgleich sind mit den Planungsregionen.

Dafür sollen auch die Planungsregionen von 11 auf 10 reduziert werden, wie Vertretende der Arbeitsgruppe am Donnerstag in Bülach vor den Medien sagten. «Planungsregionen und Bezirke sollen harmonisiert werden», sagte der Bülacher Stadtpräsident Mark Eberli (EVP).

Planungsrechtliche und politisch einheitliche Regionen führten zu besseren Resultaten, sagte der Walliseller Gemeindepräsident Peter Spörri (SP). Die angedachte Reform würde auch die Wahlkreise verändern und an die Planungsregionen angleichen. So würde auch vermehrt über die Gemeindegrenzen hinausgedacht, sagte Spörri.

Über die Hälfte der Gemeinden hätten in der Vernehmlassung Reformbedarf bekundet, bei den Planungsregionen seien es über drei Viertel gewesen, sagte die Embracher Gemeinderätin Rebekka Bernhardsgrütter (Mitte). Bei den Bezirken sei es allerdings nur ein Drittel gewesen. «Je städtischer desto grösser ist der Reformbedarf.»

Die Behördeninitiative schlägt zwei Varianten vor: In der einen gehört das Furttal zum Bezirk Unterland, in der anderen zum Limmattal. Im Kantonsrat müsste die Idee mindestens 60 Unterstützende finden.

«Nach 200 Jahren ist es legitim, über Strukturen nachzudenken», sagte Eberli. Seit der Gründung der Bezirke habe sich viel verändert. Durch Autobahnen und öffentlichen Verkehr hätten sich neue Beziehungen und Verbindungen ergeben.

Die Arbeitsgruppe Interkommunale Zusammenarbeit ist eine der vier Arbeitsgruppen im Rahmen der kantonalen Plattform «Gemeinden 2030».