Volksinitiative: FDP Bülach will Verwaltungswachstum bremsen
Die FDP Bülach lanciert die Volksinitiative «Personalbremse für die Stadt Bülach». Die städtische Verwaltung soll maximal so stark wachsen wie die Bevölkerung.

Die FDP Bülach lanciert die Volksinitiative «Personalbremse für die Stadt Bülach».
Die Initiative fordert, dass die städtische Verwaltung (ohne Unterrichtsorganisation) im Grundsatz höchstens so stark wächst wie die Bevölkerung. Damit soll das in den letzten Jahren beschleunigt überproportionale Stellenwachstum gebremst werden.
Personalbremse gegen überproportionales Stellenwachstum
Die Verwaltung in der Stadt Bülach wird immer grösser. Sie wird immer teurer. Vor allem aber wächst sie schneller als die Bevölkerung. Das ist nicht nachhaltig.
Mit der Personalbremse will die FDP Bülach das ändern: Die Verwaltung darf in Zukunft höchstens so stark wachsen wie die Bevölkerung. Seit 2016 ist die Bevölkerung in der Stadt Bülach stark gewachsen, um 29,1 Prozent – die Zahl der Vollzeitstellen in der Verwaltung gemäss Budget 2026 jedoch um 54,9 Prozent.
Vor allem in der ablaufenden Legislatur wurde das Stellenwachstum stark beschleunigt: Seit 2022 wuchs die Bevölkerung um 6,7 Prozent – die Vollzeitstellen der Verwaltung aber um 28,2 Prozent!
Mittlerweile arbeiten über 330 Menschen in der Kernverwaltung der Stadt Bülach (ohne Unterrichtsorganisation).
Verwaltung soll wachsen können, aber nicht stärker als die Bevölkerung
Die Personalbremse sieht vor, dass Ausnahmen vom Grundsatz möglich sind – aber befristet. Der Stadtrat muss diese begründen, und das Stadtparlament muss sie bewilligen.
Auf Bundesebene kennt die Schweiz das bewährte Mittel der Schuldenbremse. Der Mechanismus einer Personalbremse ist sehr ähnlich. Die Verwaltung soll wachsen können, um ihre Aufgaben zu erfüllen, aber nicht stärker als die Bevölkerung.
Die Zahlen sind eindrücklich: Hätte die Personalbremse seit 2022 Anwendung gefunden, wäre das Bülacher Budget 2026 um mehr als 9 Millionen Franken Personalkosten und über 50 Vollzeitstellen geringer ausgefallen.
Auch wenn man wegen der Ausnahmeregelung mit mehr Stellen und Kosten rechnen müsste: Die Einsparung würde sich mindestens in der Grössenordnung der Mehreinnahmen bewegen, welchen nun mit dem seit 2025 um 4 Prozent erhöhten Steuerfuss erzielt werden. Jährlich!
Für eine nachvollziebare Begrenzung des Verwaltungswachstums
Die Volksinitiative «Personalbremse für die Stadt Bülach» der FDP Bülach ist klar auf Augenmass ausgerichtet: kein Stellenabbau, kein Stellenstopp, sondern eine faire, nachvollziehbare Begrenzung des Verwaltungswachstums auf der für Bülach bereits sehr grosszügigen Ausgangsbasis 2026.
Der Startschuss und damit die Unterschriftensammlung für die Initiative beginnt in diesen Tagen. Für das Zustandekommen der Initiative sind 300 Unterschriften erforderlich. Die Sammelfrist endet im August 2026.










