EHC Visp verliert «Belle» in der Verlängerung
Der EHC Visp verliert am 27. März 2026 das entscheidende fünfte Spiel gegen den HC La Chaux-de-Fonds mit 2:3 nach Verlängerung und verpasst den Finaleinzug.

Wie der EHC Visp mitteilt, hat das Team die «Belle» gegen den HC La Chaux-de-Fonds nach einem packenden Spiel mit 2:3 nach Verlängerung verloren. Bereits vor dem Spiel kam es zu einem ersten Höhepunkt. Andy Ritz wurde für sein 500. Spiel im Visper Dress geehrt. Eine Leistung, die nicht mancher Spieler erbringen konnte. Auch die 4282 Zuschauer würdigten dem Urgewächs mit einer eindrucksvollen Choreo und viel Applaus.
Nach dem ersten Puckeinwurf waren aber alle Sentimentalitäten vergessen. Bei allen auf und neben dem Eis ging es nur noch um den wichtigen Sieg für den Finaleinzug. Nach einem ersten Abtasten entwickelte sich ein schnelles, packendes Spiel mit guten Szenen auf beiden Seiten.
Immer wieder hatte die eine oder andere Mannschaft Oberwasser und konnte so man den Gegner vor dessen Tor minutenlang in Bedrängnis bringen. Den ersten Treffer markierten die Gäste in der siebten Spielminute nach einemherrlich vorgetragenen Angriff. Dieses Tor gab den Neuenburgern Auftrieb und man musste sich ein paar Minuten ernsthaft Sorgen um den EHC Visp machen.
Aber dieser fing sich und kam in der 13. Spielminute durch Brüschweiler zum Ausgleich. Ein Tor der Marke unspektakulär. Aber was solls, der Puck war über der Linie. Trotzer vieler Chancen fielen in der Folge keine Tore mehr bis zur 45. Spielminute. Dann war es Eigenmann, der in Überzahl das 2:1 markierte. Es war die 14. Überzahl gegen den HC La Chaux-de-Fonds und damit auch die erste, die man verwerten konnte.
Andersons beendet Visper Finalträume spät
In der Folge hatte der EHC Visp das Spiel im Griff, bis die Schiedsrichter eine Strafe gegen das Heimteam angezeigt haben. Diese Sechs-gegen-Fünf-Überzahl haben die Gäste gnadenlos zum Ausgleich ausgenützt. Als dann drei Minuten vor Spielende Brodecki noch wegen unsportlichem Verhalten auf die Strafbank musste, wurde den meisten Anwesenden in der Lonza – Arena Angst und Bange.
Aber mit grossem Einsatz, einem sackstarken Torhüter und dem notwendigen Quäntchen Glück hat man auch diese Strafe überstanden. Das bedeutete, dass es nun in die Verlängerung ging. Das Bild änderte sich auch dann nicht. Beide Mannschaften schenkten sich überhaupt nichts und kamen zu guten Torchancen.
Aber Unvermögen der Angreifer und tolle Torhüter haben den finalen Schlag nicht zugelassen. Manch ein Zuschauer hat sich wohl schon Gedanken gemacht wie er die nächste Pause verbringen will. An der Bar, am Platz oder allenfalls mit einem kleinen Spaziergang draussen in der frischen Luft.
So weit ist es nicht mehr gekommen. Toms Andersons hat drei Minuten vor Ende der ersten Verlängerung den Stecker gezogen. Mit einem Schuss sind die Träume von einem Walliser – Final verflogen. Was blieb war Ernüchterung auf den Rängen und auch auf dem Eis. Die Blicke der Spieler nach dem Spiel in den Katakomben haben Bände gesprochen. Da hat sich gezeigt mit wieviel Herzblut die bei der Sache sind.
EHC Visp blickt nach starkem Jahr nach vorne
Es braucht nun Zeit dies zu verdauen. Aber mit ein paar Tagen Abstand wird die Mannschaft sicherlich auch realisieren, dass man eigentlich grosses geleistet hat. Endlich einmal hat man auch in der Qualifikation attraktives Eishockey gezeigt. Es hat sich oftmals gelohnt in die Lonza – Arena zu pilgern.
Das System von Luca Gianinazzi hat gegriffen. Er hat gezeigt, dass wenn man systemtreu spielt, jede Mannschaft bezwungen kann. Die Vertragsverlängerung mit dem Trainer macht daher durchaus Sinn und Lust auf mehr. Wenn das Team punktuell verstärkt wird, kann man sich bereits heute auf die nächste Saison freuen.
Nach all dem Lob an das Team, gilt es zum Schluss auch die Fans zu würdigen. Endlich einmal war man in der Lage die Lonza – Arena in ein Tollhaus zu verwandeln. Eine derartige Stimmung hat man auch während der letztjährigen Meistersaison nicht zu spüren bekommen. Sehr gut – weiter so und einen schönen Sommer 2026.





