Anstehende Infrastrukturprojekte erfordern eine moderate Steuerfussanpassung in Binningen.
Reformierte Kirche St. Margarethen in Binningen. Wahrzeichen der Gemeinde; Kulturdenkmal mit Winkelhakengrundriss.
Reformierte Kirche St. Margarethen in Binningen. Wahrzeichen der Gemeinde; Kulturdenkmal mit Winkelhakengrundriss. - Nau.ch / Werner Rolli

Der Gemeinderat hat dem Einwohnerrat das Budget 2022 mit einem Ertragsüberschuss von 0.35 Millionen Franken vorgelegt. Basis dafür bilden nebst den Sparbemühungen des Gemeinderats die angekündigte Steuerfussanpassung von einem Prozent auf neu 49 Prozent des kantonalen Steuerfusses.

Binningen gehört damit nach wie vor zu den steuergünstigsten Gemeinden im Kanton Baselland. Das Budget 2022 weist bei einem Gesamtaufwand von 91.8 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 92.2 Millionen Franken einen leichten Ertragsüberschuss aus und prognostiziert damit eine Verbesserung von 2.1 Millionen Franken gegenüber dem Budget 2021.

Nettobelastung in den Finanzausgleich wird zurückgehen

Der Binninger Finanzhaushalt hätte es aktuell noch erlaubt, bei gleichbleibendem Steuerfuss von 48 Prozent einem Aufwandsüberschuss von 0.9 Mio. Franken zu präsentieren. Hingegen wäre eine Anpassung des Steuerfusses als Folge der geplanten Investitionsvorhaben allerspätestens 2025 zwingend nötig geworden.

Schlussendlich hat der Gemeinderat mit Blick auf anstehende Infrastrukturprojekte die Steuerfussanpassung in einem Jahr umgesetzt, in dem die Handlungsfähigkeit aufgrund der aktuell guten Finanzlage noch gegeben ist.

Somit kann die Vorfinanzierung für die dringend benötigten Infrastrukturprojekte vorangetrieben werden. Mit den erwarteten Erträgen für die Steuerperiode 2021 rechnet die Gemeinde mit einer Steuerkraft 2022 (Basis Steuerertrag 2021) pro Einwohner von 4'664 Franken. Infolgedessen wird die Nettobelastung in den Finanzausgleich auf 10.8 Millionen Franken zurückgehen.

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