Sicher, grün, lebenswert: Die neue Mobilitätspolitik der Stadt
Die Stadt Biel setzt 2026 ihre Mobilitätspolitik fort, um Quartiere zu beruhigen, Schulwege sicherer zu machen und Velos, Fuss- und ÖV-Verkehr zu fördern.

Ruhigere Quartiere, sichere Schulwege, mehr Grün und Aufenthaltsqualität: Wie die Stadt Biel informiert, setzt sie 2026 ihre Mobilitätspolitik fort. Mit einer Reihe von Projekten will sie den Alltag der Bevölkerung verbessern.
Biel wächst: Neue Quartiere entstehen, Arbeitsplätze werden geschaffen und mehr Menschen bewegen sich täglich durch die Stadt. Heute werden noch über die Hälfte der Wege innerhalb der Stadt mit dem Auto zurückgelegt.
Dies führt zu Staus, Lärm und Luftverschmutzung in den Quartieren. Gleichzeitig ist der Platz begrenzt. In einer gebauten Stadt lassen sich Strassen nicht beliebig verbreitern, um den erhöhten Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden.
Die Stadt Biel setzt deshalb auf Verkehrsmittel, die wenig Platz brauchen und viele Menschen bewegen – den öffentlichen Verkehr, das Velo und den Fussverkehr. So kann der öffentliche Raum für alle besser aufgeteilt werden und diejenigen, die auf ein Auto angewiesen sind, können die Stadt besser erreichen.
Eine Mobilitätspolitik mit Vorteilen
Die Mobilitätspolitik der Stadt Biel bringt Verbesserungen, die im Alltag für alle spürbar sind: Ruhige und sichere Quartiere, vor allem für Kinder, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität, durchgehende und bequeme Fusswege für den täglichen Weg zur Arbeit und zur Schule.
Sichere und gut vernetzte Velowege, die das Velofahren erleichtern, effiziente und zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel, um sich schnell ohne Auto fortzubewegen. Wo nötig ein besserer Autoverkehrsfluss, um die Erreichbarkeit für Handwerk, Geschäfte, die häusliche Pflege, Lieferungen und Notfalldienste sicherzustellen.
Besser organisierte Parkmöglichkeiten für einen leichteren Zugang zu Geschäften und Dienstleistungen, grüne und angenehme öffentliche Räume mit mehr Bäumen, Begegnungs- und Aufenthaltsflächen.
Was sich bereits verändert hat
2025 wurden verschiedene Projekte umgesetzt: Die Alexander-Moser-Strasse ist heute eine sichere Velostrasse. Mit neuen Tempo-30-Zonen wurde der Verkehr in verschiedenen Quartieren spürbar beruhigt.
Rund um die Esplanade wurde eine Begegnungszone eingeführt. Und die Arthur-Villard-Promenade bietet der Quartierbevölkerung und Familien einen neuen Grünraum mit Gemeinschaftsgarten und einem Spielplatz.
Seit April 2025 werden zudem im Stadtzentrum Handwerkerparkplätze getestet, um das lokale Gewerbe zu unterstützen.
2026: Die Entwicklung geht weiter
Die Entwicklung wird in verschiedenen Quartieren fortgesetzt. Die Priorisierung erfolgt anhand der strategischen Planungsgrundlagen (siehe Infobox) und verschiedener Kriterien wie die Verkehrssicherheit, die Kostenbeteiligung durch Bund und Kanton sowie die Abstimmung mit Bauvorhaben der Stadt, von ESB, Müve, Telekommunikationsfirmen und Privaten.
In diesem Jahr sind beispielsweise in Mett Süd, im Beaumont, am Knoten Bermenstrasse / Brüggstrasse / Mösliweg, an der Alfred-Aebi-Strasse und am Kornblumenweg Verkehrsberuhigungen und eine Verbesserung der Veloinfrastruktur und neue Grün -und Aufenthaltsflächen geplant.
Ab Ende 2027 fahren zudem zwei neue Buslinien vom Stadtzentrum ins Bözingenfeld. In den nächsten Monaten können alle anstehenden Mobilitätsprojekte mit einem Zeithorizont von drei Jahren auf dem städtischen WebGIS eingesehen werden.
Gemeinsam Lösungen finden
Die Stadt ist sich bewusst, dass Veränderungen auch Fragen aufwerfen. Sie will den Dialog mit der Quartierbevölkerung und dem Gewerbe wenn immer möglich aufrechterhalten.






