Bei günstiger Wetterentwicklung könnte der Seepegel in Biel bis nächste Woche wieder einen normalen Sommerstand erreichen.
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Ein Boot auf dem Bielersee. - Community

Der Bielersee sinkt zurzeit mit rund 10 cm pro Tag. Bei der Schleuse in Port konnte der Kanton Bern den erhöhten Abfluss von bis zu 750 m3/s weitgehend aufrechterhalten.

Die angekündigten lokalen Gewitter der nächsten Tage sollten gemäss Einschätzungen des kantonalen Amtes für Wasser und Abfall keinen erheblichen Einfluss auf die Entspannung der Lage bei den Gewässern haben. Aktuelle hydrologische Daten

Lockerungen für Schiffahrt

Für die Schifffahrt auf dem Bielersee gilt laut Regierungsstatthalterämter eine Lockerung. Unmotorisierte Boote wie Stand up Paddle oder Kanus sowie die Motorboot- und Segelschulen dürfen ab dem 27.07.2021 mit gewissen Einschränkungen den See wieder befahren. Rund um die Einfahrt in den Nidau-Bürenkanal gilt allerdings eine Verbotszone von 100 m.

Weiterhin verboten sind das Baden und die Schifffahrt im Zihlkanal bis zur Einmündung Neuenburgersee, im Nidau-Bürenkanal, in der alten Zihl sowie in der Aare unterhalb des Bielersees.

Erste Bilanz

Aufgrund der Entwicklung der Lage hat das regionale Führungsorgan Biel/Bienne Regio an seiner Sitzung beschlossen im Verlauf der Woche in die ordentlichen Führungs- und Einsatzstrukturen überzugehen. Der Kernstab wird weiterhin die Lage beobachten.

Die Einsatzkräfte ziehen eine erste Bilanz. Die Feuerwehr hatte im Zusammenhang mit dem Hochwasser rund 120 Einsätze. Die Zivilschutzorganisationen Biel/Bienne Regio und Nidau plus hatten rund 100 Personen aufgeboten und bei der Bewältigung der Lage die Hauptarbeit geleistet.

Sie haben die Blaulichtorganisationen und das regionale Führungsorgan unterstützt, Schutzbauten errichtet, Keller ausgepumpt, die Küche betrieben und die Info-Hotline bedient.

500 Sandsäcke

Rund 500 Sandsäcke wurden vom Zivilschutz Nidau plus an die Bevölkerung abgegeben und weitere 600 Säcke wurden als Reserve abgefüllt. Sandsäcke, die bei Hochwasser im Gebrauch waren, müssen wegen allfälliger Kontamination mit Benzin- und Ölrückständen als Sondermüll über die Müve entsorgt werden.

Sind die Sandsäcke noch in gutem Zustand, spricht nichts dagegen sie nach dem Trocknen im Hinblick auf kommende Hochwasser zu lagern.

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