Die Stadt Bern will die kommerzielle Nutzung von Zweitwohnungen in der Berner Altstadt stärker regulieren. Die attraktive Wohnlage soll wieder vermehrt der ortsansässigen Bevölkerung dienen.
Bern
Blick auf die Altstadt von Bern. (Symbolbild) - Keystone

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach temporären Wohnnutzungen in Bern angestiegen. Online-Plattformen wie Airbnb oder Business-Appartements beflügelten den Trend. Die schmucke Berner Altstadt war entsprechend begehrt.

Bereits 2017 überwies das Berner Stadtparlament einen Vorstoss «gegen Zweckentfremdung von Wohnraum in der Altstadt». Ihm will nun die Stadtregierung Rechnung tragen. Die Stimmberechtigten können voraussichtlich am 13. Februar 2022 über die Vorlage abstimmen.

Konkret sollen jene Gebäudeteile, in denen die Bauordnung zwingend eine Wohnnutzung vorschreibt, nicht mehr gewerbsmässig vermietet werden dürfen, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte.

Nicht betroffen von der neuen Regelung sind Erstwohnungen. Die klassische Untervermietung oder die temporäre Vermietung der selber bewohnten Erstwohnung, etwa bei einer längeren Ferienabwesenheit, bleiben weiterhin unbeschränkt möglich.

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