Ende August beginnen die Bodensanierungsarbeiten auf dem Berner Gaswerkareal. Sie dauern voraussichtlich bis im Frühling 2024. Danach möchte die Stadt auf der Industriebrache Wohnraum, Gewerbeflächen und einen Park realisieren.
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Das Berner Gaswerkareal. (Archivbild). - Nau

Bevor es soweit ist, müssen allerdings die Altlasten des ehemaligen Gaswerks aus dem Boden geholt werden, wie der städtische Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb) am Dienstag mitteilte. Durch die jahrzehntelange industrielle Nutzung ist das Gelände stellenweise mit Gaswerkabfällen und Rückständen der Gasreinigung belastet.

Im Kerngebiet zwischen der Monbijoubrücke und dem Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel ist die Verschmutzung am stärksten. Auf einer Fläche von rund 5'000 Quadratmetern wird der Untergrund fünf bis elf Meter tief abgetragen.

Insgesamt werden so rund 34'000 Kubikmeter Material ausgehoben, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aufbereitet oder direkt entsorgt. Anschliessend wird die Baugrube mit geeignetem Aushubmaterial wieder aufgefüllt.

Energie Wasser Bern hat nach eigenen Angaben Vorkehrungen und vorsorgliche Schutzmassnahmen bezüglich Geruch, Emissionen, Wasserbehandlung und Verkehr getroffen. Dazu zählen etwa die Einhausung der Baustelle mit einem Unterdruck-Zelt oder die Reinigung von Abluft und Grundwassers.

Ausserdem soll eine Schmutzschleuse mit Radwaschanlage am Ausgang des Zeltes verhindert dass Staub und Schmutz nach aussen getragen werden.

Ist das Areal saniert, sollen dereinst 300 bis 500 Wohnungen gebaut werden. Für die Entwicklung des Bauprojekts ist die Stadt Bern zuständig. Ihr gehört das Grundstück seit Anfang 2021.

Letztendlich wird die Stimmbevölkerung über die notwendige Zonenplanänderung und somit über die künftige Nutzung entscheiden können.

Das Gaswerk im Berner Sandrain ging 1876 in Betrieb und produzierte 90 Jahre lang Gas für die Stadt.

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