Nach der Fusion der Gemeinden Riggisberg und Rümligen auf Anfang 2021 hat der Gemeinderat die beiden letzten unabhängigen Jahresrechnungen 2020 genehmigt. Daraus geht nochmals klar hervor, welch finanziell attraktive «Braut» das kleine Rümligen war.
Geld
Aufgeschichtete Schweizer Münzen, mit einer 200-Franken-Note als Dach. (Symbolbild) - Keystone

Etwas mehr als 470 Einwohner zählt Rümligen und ist damit fast fünfmal kleiner als Riggisberg. Betrachtet man hingegen die Jahresrechnungen 2020, steht Rümligen mit einem satten Überschuss von rund 8,3 Millionen Franken da, Riggisberg hingegen schreibt ein Minus von gut 670'000 Franken.

Die Gemeindeversammlung hat die beiden Jahresrechnungen genehmigt, wie die Gemeinde Riggisberg am Dienstag mitteilte.

Der Rümliger Geldsegen geht auf einen Lottogewinn eines Einwohners zurück, welcher der Gemeinde bei einem Haushalt von 1,7 Millionen Franken fast neun Millionen Franken an Sondereinnahmen in die Kasse spülte.

Kurz vor der Gemeindefusion war der Lottogewinn bekannt geworden und hatte im Dorf die Diskussionen um die geplante Fusion mit Riggisberg nochmals angeheizt.

Doch die beiden Gemeinden betonten, es gehe nicht um finanzielle Fragen, sondern vielmehr darum, dass es für kleine Gemeinden zunehmend schwierig werde, genügend Bürgerinnen und Bürger für die politischen Ämter zu finden oder geeignetes Kaderpersonal zu rekrutieren. Auch der Erhalt des Schulhauses in Rümligen wurde als Argument ins Feld geführt.

Die Fusion wurde schliesslich in Riggisberg deutlich und in Rümligen knapp angenommen.

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