Rechnung 2025 ausgeglichen – doch die Schulden steigen an

Gemeinde Muri bei Bern
Gemeinde Muri bei Bern

Bern,

Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Muri bei Bern schliesst mit einem ausgeglichenen Ergebnis von null Franken ab. Doch die Schulden steigen an.

Gemeindeverwaltung Muri bei Bern. - Gemeinde Muri/Gümligen
Gemeindeverwaltung Muri bei Bern. - Gemeinde Muri/Gümligen - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Muri bei Bern schliesst im allgemeinen Haushalt mit der Steueranlage von 1,14 mit einem ausgeglichenen Ergebnis von null Franken ab, wie die Gemeinde mitteilt.

Berücksichtigt ist in diesem Ergebnis die vorgeschriebene Einlage in die finanzpolitischen Reserven von 7,8 Millionen Franken.

Der effektive Ertragsüberschuss und somit ohne Berücksichtigung der vorgeschriebenen Einlage belief sich auf 7,8 Millionen Franken, was einer Besserstellung gegenüber dem Budget von 9,6 Millionen Franken entspricht. Trotzdem stiegen die Schulden um 6 Millionen Franken an.

Deutliche Mehrerträge bei den Steuereinnahmen

Im Vergleich zum Budget fielen die Steuereinnahmen um 9,6 Millionen Franken besser aus. Sowohl bei den Natürlichen Personen (6,0 Millionen Franken) wie auch bei den Juristischen Personen (2,6 Millionen Franken) konnten deutliche Mehrerträge erzielt werden.

Aus Sonderveranlagungen ( 0,5 Millionen Franken) und aus Erbschafts- und Schenkungssteuern (0,3 Millionen Franken) konnten ebenfalls mehr Erträge erzielt werden als budgetiert.

Im Vergleich zum Rekordjahr 2024 überschritt der Steuerertrag im 2025 das Vorjahr nochmals um 5,4 Millionen Franken.

Landverkäufe bringen 2,6 Millionen Franken

Weiter konnten einmalige Buchgewinne aus dem Verkauf von Grundstücken im Finanzvermögen von 2,6 Millionen Franken erzielt werden. Die Landverkäufe stehen im Zusammenhang mit dem Ablauf von Baurechten, wo der Gemeinderat kein planerisches Entwicklungspotential sieht.

Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf rund 18,9 Millionen Franken. Geplant waren solche von 20,3 Millionen Franken. Der Realisierungsgrad der geplanten Investitionen lag somit auf sehr hohen 93 Prozent (Vorjahr: 65 Prozent).

Zudem entrichtete die Gemeinde rund 13,7 Millionen Franken in das kantonale Finanzausgleichssystem (Disparitäten Abbau).

Verschuldung nimmt zu und bleibt im Fokus

Die kurz- und langfristigen Schulden betrugen per Jahresende 55 Millionen Franken (Vorjahr: 49 Millionen Franken). Infolge der geplanten hohen Investitionen auch in den nächsten Jahren sowie den nach wie vor hohen Zahlungen in den kantonalen Finanzausgleich wird die Verschuldung weiter zunehmen und weiterhin im Fokus stehen.

Der aktuelle Finanzplan 2025-2030 sieht zwar praktisch in allen Jahren Ertragsüberschüsse vor, jedoch werden infolge der Investitionen die Schulden auf 79 Millionen im Jahr 2030 ansteigen.

Das Ergebnis führte dazu, dass trotz hoher Investitionen von 18,9 Millionen Franken die kurz- und langfristigen Schulden nicht höher als 55 Millionen Franken angestiegen sind.

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