Kanton Bern: Raphael Lanz zieht Bilanz nach 100 Tagen im Amt

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    Seit 100 Tagen ist Raphael Lanz Regierungsrat im Kanton Bern. Erste Akzente setzte er bei der Konzessionsstrategie Wasserkraft und gegen die Trockenheit.

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    Seit 100 Tagen ist Raphael Lanz Regierungsrat. Seine erste Zwischenbilanz betrifft vor allem sein Verständnis von Zusammenarbeit und Führung. Er hat eine klare Vorstellung davon, wie er seine Aufgabe als Regierungsrat gestalten will.

    Erste Akzente hat er bei den Verhandlungen für die Konzessionsstrategie Wasserkraft und mit den Massnahmen gegen die Folgen der Trockenheit gesetzt.

    «Die ersten 100 Tage waren sehr intensiv. Ich habe dabei die grosse Vielfalt meiner Direktion kennen gelernt», sagt Raphael Lanz. «Die Themen reichen von besonderen Höhepunkten wie dem Marché-Concours bis zu den Herausforderungen durch Hitze und Trockenheit.» Als Direktor der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion hat sich Raphael Lanz in zahlreiche neue Dossiers eingearbeitet und sich mit den unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ausgetauscht.

    Dabei wurde für ihn deutlich, was seine Regierungsarbeit prägen soll: der Austausch auf Augenhöhe, pragmatische Lösungen für komplexe Probleme und die Bereitschaft, Verantwortung in herausfordernden Zeiten zu übernehmen.

    Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

    Komplexe Dossiers lassen sich oft nur gemeinsam lösen. Für Lanz gehört dazu die Zusammenarbeit über Partei- und Direktionsgrenzen hinweg. Das zeigt sich etwa bei der Konzessionsstrategie im Bereich Wasserkraft.

    Verschiedene Stellen und Direktionen arbeiten hier gemeinsam an Grundlagen und Leitlinien für die künftige Nutzung der Wasserkraft im Kanton. «Bei solchen Fragen bringt man die unterschiedlichen Interessen und das Fachwissen am besten zusammen, indem man früh miteinander spricht und gemeinsam nach Lösungen sucht», sagt Raphael Lanz.

    Zuhören und pragmatische Lösungen suchen

    Unterschiedliche Perspektiven zu kennen, gehört für den Regierungsrat zu einer guten Entscheidungsgrundlage. Deshalb sucht er den Austausch mit Betroffenen, Fachleuten und weiteren Anspruchsgruppen. Auch wenn die Interessen teilweise weit auseinanderlägen, gehe es darum, Probleme pragmatisch und verhältnismässig anzugehen.

    Ein Beispiel dafür sei das Vorziehen der Direktzahlungen: Die anhaltende Hitze und Trockenheit brachten einzelne Landwirtschaftsbetriebe in Liquiditätsengpässe. Die frühere Auszahlung hilft den betroffenen Betrieben, ihre Liquidität zu sichern, so Raphael Lanz. «Nicht jede Herausforderung braucht eine neue Regelung oder eine grosse politische Debatte. Entscheidend ist, was in der Praxis funktioniert.»

    Entscheiden und Verantwortung übernehmen

    Am Ende des Austauschs steht für Raphael Lanz der Entscheid. Die Arbeiten am Aktionsplan Klima zeigen beispielsweise, wie unterschiedliche Interessen und Erwartungen zusammenkommen. Gleichzeitig gilt es, neue Erfahrungen aufzunehmen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

    Die Erkenntnisse aus dem Hitzesommer 2026 fliessen deshalb in die laufenden Arbeiten ein. Für den Regierungsrat bedeutet das, Argumente und Fakten sorgfältig abzuwägen und daraus konkrete Massnahmen abzuleiten, die sofort greifen und mittel- und langfristig Wirkung zeigen. «Zuhören heisst für mich nicht, dass am Ende alle bekommen, was sie wollen. Aber ich will möglichst alle Argumente kennen und sorgfältig abwägen, bevor ich einen Entscheid treffe.»

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