Stadt Bern

    Kanton Bern erteilte 15 Aufenthaltsbewilligungen aus Steuergründen

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Der Kanton Bern hat in den vergangenen zehn Jahren 15 Personen aus «erheblichen kantonalen fiskalischen Interessen» eine Aufenthaltsbewilligung erteilt.

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    4500 Personen aus Drittstaaten können eine Aufenthaltsbewilligung B erhalten, 4000 eine Kurzaufenthaltsbewilligung L. (Archivbild) - keystone

    Der Kanton Bern erteilte in den letzten zehn Jahren 15 Personen Aufenthaltsbewilligungen wegen «erheblicher kantonaler Steuerinteressen». Dies ist einer am Montag publizierten regierungsrätlichen Antwort auf einen Vorstoss zu entnehmen.

    Grossrätin Andrea Zryd (SP/Magglingen) und drei weitere Mitglieder der SP-Juso-Fraktion wollten mit einer Interpellation in Erfahrung bringen, wie viele Ausländerinnen und Ausländer aufgrund ihres Vermögens oder ihrer Einkünfte im Kanton Bern eine Aufenthaltsbewilligung erhielten. Diese Personen würden sich «an bester Wohnlage teure Wohnobjekte» leisten.

    Andrea Zryd SP
    Andrea Zryd ist SP-Grossrätin im Kanton Bern. - zVg

    Aktuell stiegen die Mietpreise «rasant» an, und viele Einwohnerinnen und Einwohner fänden kaum noch «bezahlbaren» Wohnraum, und gleichzeitig werde die Heimat «ausverkauft,» schrieben die SP-Politikerinnen und -Politiker. Die fehlende Transparenz in diesen Verfahren sei zudem «hochproblematisch».

    Bei seinem Vorgehen stütze sich der Kanton auf Bundesrecht. So haben die Kantone die Möglichkeit, eine Aufenthaltsbewilligung zur Wahrung «wichtiger öffentlicher Interessen» zu erteilen, wie die Regierung schrieb.

    Solche wichtigen öffentlichen Interessen könnten unter anderem bedeutende kulturelle Anliegen, staatspolitische Gründe oder erhebliche kantonale fiskalische Interessen darstellen.

    Regierung sieht keinen Bedarf zur Änderung von Aufenthaltsbewilligungen

    Die Sicherheitsdirektion, die Finanzdirektion sowie die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion würden das Vorliegen eines erheblichen kantonalen fiskalischen Interesse prüfen.

    Ein wichtiges Kriterium sei, dass die gesuchstellende Person einen «starken Beitrag an das Gemeinwohl des Kantons leistet».

    Angesichts der «sehr geringen» Zahl von 15 erteilten Aufenthaltsbewilligungen nach dem obengenannten Kriterium innert zehn Jahren könne gemäss der Regierung nicht von einem «Ausverkauf der Heimat» gesprochen werden.

    Die Regierung sehe keinen Handlungsbedarf bei der Handhabung solcher Aufenthaltsbewilligungen.

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